Die Auswanderung aus dem eigenen Heimatland, um sich dauerhaft in einem anderen Land niederzulassen. Dies geschieht oft aus politischen, wirtschaftlichen oder persönlichen Gründen.
beispiel
Die Emigration vieler Wissenschaftler in den 1930er Jahren war ein großer Verlust für Deutschland.
Tipps
Wortfamilie
Dieses Nomen gehört zu einer Wortfamilie. Das zugehörige Verb ist „emigrieren“ und eine Person, die auswandert, wird „der Emigrant“ oder „die Emigrantin“ genannt.
BEISPIEL
Nach seiner Emigration schrieb er ein Buch über seine Erfahrungen.
Wichtige Präpositionen
Um die Bewegung zu beschreiben, wird „Emigration“ mit bestimmten Präpositionen verwendet. „Aus“ nennt das Herkunftsland und „nach“ oder „in“ (+ Akkusativ) das Zielland.
BEISPIEL
Die Emigration nach Kanada war für viele eine große Hoffnung.
Historischer Kontext
Obwohl „Emigration“ Auswanderung bedeutet, wird das Wort oft in einem historischen oder politischen Kontext verwendet. Es beschreibt häufig das Verlassen eines Landes aufgrund von Verfolgung, Krieg oder Not.
BEISPIEL
Die Ausstellung dokumentiert die Emigration deutscher Juden nach 1933.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Emigration vs Flucht
„die Flucht“ und „die Emigration“ können beide damit zu tun haben, dass Menschen ihr Land verlassen. „Flucht“ betont aber die Gefahr oder den Druck in einer akuten Situation. „Emigration“ bedeutet Auswanderung aus dem Heimatland und ist meist auf ein dauerhaftes Leben in einem anderen Land bezogen. Sie kann politische, wirtschaftliche oder persönliche Gründe haben. Lernende können die Wörter verwechseln, weil eine Flucht später zu Emigration führen kann. Für das schnelle Entkommen aus Gefahr sagt man „Flucht“. Für das dauerhafte Auswandern sagt man „Emigration“.
Emigration
Nach der Emigration baute sich Mehmet in Kanada ein neues Leben auf.
Flucht
Die Familie hatte bei ihrer Flucht nur wenige Taschen dabei.