erbost
Sehr wütend oder zornig sein. Es beschreibt einen Zustand starker Verärgerung.
Der Trainer war erbost über die Fehlentscheidung des Schiedsrichters.

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Sehr wütend oder zornig sein. Es beschreibt einen Zustand starker Verärgerung.
Der Trainer war erbost über die Fehlentscheidung des Schiedsrichters.

„Erbost“ ist wie ein Partizip II aufgebaut. Es leitet sich von der Vorsilbe „er-“ (die oft einen erreichten Zustand beschreibt) und dem Adjektiv „böse“ ab. Es bedeutet also wörtlich, in einen zornigen Zustand versetzt worden zu sein.
Nach der langen Wartezeit war der Kunde sichtlich erbost.
Um den Grund für den Zorn auszudrücken, wird „erbost“ fast immer mit der Präposition „über“ und dem Akkusativ verwendet. Die Struktur lautet: erbost sein über etwas/jemanden.
Sie war erbost über seine unhöfliche Antwort.
Das Wort „erbost“ gehört eher zur Schriftsprache oder einem formelleren Stil. Man liest es oft in Zeitungsartikeln oder hört es in Nachrichten, wenn über verärgerte Personen berichtet wird.
In einem Brief an die Zeitung äußerte ein erboster Leser seine Kritik.
„sauer“ und „erbost“ beschreiben beide Ärger. „Sauer“ ist ein normales, umgangssprachliches Wort für verärgert oder schlecht gelaunt. „Erbost“ ist stärker und klingt etwas formeller; es beschreibt deutliche, starke Verärgerung. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide eine negative Reaktion zeigen. Im Alltag sagt man oft „sauer“. In Berichten, Beschwerden oder ernsteren Situationen klingt „erbost“ genauer.

Die Kundin war erbost über die lange Wartezeit am Schalter.
Lisa ist sauer, weil niemand ihr Bescheid gesagt hat.