
es ergeht jemandem
Beschreibt den Zustand oder das Befinden einer Person. Es drückt aus, wie es jemandem geht oder was jemand durchmacht.
Ich hoffe, es ergeht dir gut auf deiner Reise.
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Beschreibt den Zustand oder das Befinden einer Person. Es drückt aus, wie es jemandem geht oder was jemand durchmacht.
Ich hoffe, es ergeht dir gut auf deiner Reise.

Eine unangenehme oder unerwünschte Situation passiv ertragen oder dulden, ohne sich dagegen zu wehren.
Er musste die lange und langweilige Rede des Chefs über sich ergehen lassen.

Wird im formellen oder juristischen Kontext verwendet, wenn eine offizielle Entscheidung, ein Urteil oder ein Befehl verkündet oder erlassen wird.
Das Urteil in diesem Fall wird voraussichtlich nächste Woche ergehen.

Sich ausgiebig und oft übertrieben mit etwas Bestimmtem beschäftigen oder darüber sprechen, zum Beispiel in Selbstmitleid oder langen Erklärungen.
Anstatt eine Lösung zu suchen, erging er sich in Vorwürfen gegen seine Kollegen.
„Ergehen“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „er-“ bleibt in allen Zeitformen und Satzkonstruktionen fest mit dem Stamm „gehen“ verbunden.
Ein Haftbefehl gegen den Verdächtigen ist ergangen.
In der Bedeutung „sich befinden“ wird „ergehen“ immer mit „es“ als Subjekt und der Person im Dativ verwendet. Die Frage dazu lautet: „Wie ergeht es dir/ihm/ihr?“.
Seit seiner Beförderung ergeht es ihm finanziell deutlich besser.
Die Wendung „etwas über sich ergehen lassen“ ist fest. Das Objekt, das man erträgt, steht im Akkusativ, und das Reflexivpronomen „sich“ bezieht sich auf die Person, die etwas duldet.
Geduldig ließ sie die Kritik ihres Professors über sich ergehen.
In dieser Bedeutung ist das Verb reflexiv und wird mit der festen Präposition „in“ gefolgt vom Dativ verwendet. Es beschreibt oft ein exzessives, negatives Verhalten.
Sie erging sich in endlosen Spekulationen über die Zukunft der Firma.
Diese Bedeutung von „ergehen“ gehört zur formellen Amts- und Rechtssprache. Man findet sie fast ausschließlich in offiziellen Mitteilungen. Typische Subjekte sind „Urteil“, „Beschluss“ oder „Befehl“.
Gegen den Angeklagten erging ein strenges Urteil.
Gehen und ergehen können beide das Befinden einer Person betreffen. Wie geht es jemandem? ist die normale, alltägliche Frage, während wie ergeht es jemandem? formeller und etwas gehobener klingt. Im Gespräch passt meist gehen, in einem förmlicheren Text auch ergehen.

Wie ergeht es Ihrer Schwester nach der Prüfung?
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