
erlassen
Ein Gesetz, eine Verordnung oder einen Befehl offiziell verkünden und in Kraft setzen.
Die Regierung hat ein neues Gesetz zum Klimaschutz erlassen.
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Ein Gesetz, eine Verordnung oder einen Befehl offiziell verkünden und in Kraft setzen.
Die Regierung hat ein neues Gesetz zum Klimaschutz erlassen.

Jemandem eine Schuld, eine Strafe oder eine Verpflichtung nachsehen und auf ihre Erfüllung verzichten.
Wegen guter Führung wurde dem Gefangenen ein Teil seiner Haftstrafe erlassen.
Das Verb „erlassen“ ist untrennbar. Die Vorsilbe „er-“ bleibt in allen Satzformen fest mit dem Stamm „lassen“ verbunden und wird nie am Satzende platziert.
Das Gericht erließ ein strenges Urteil.
Der Kontext verrät die Bedeutung: Handelt es sich beim Objekt um ein Gesetz, eine Regel oder einen Befehl, bedeutet „erlassen“ das offizielle Inkraftsetzen. Geht es um eine Schuld, Strafe oder Gebühr, bedeutet es „verzichten auf“.
Das Parlament hat ein neues Steuergesetz erlassen.
In dieser Bedeutung wird „erlassen“ typischerweise von staatlichen oder offiziellen Institutionen verwendet. Häufige Objekte sind „ein Gesetz“, „eine Verordnung“, „ein Dekret“ oder „ein Befehl“.
Der Bürgermeister erließ eine neue Parkverordnung für die Innenstadt.
Wenn jemandem eine Schuld oder Strafe erlassen wird, steht diese Person im Dativ. Die Sache, auf die verzichtet wird, steht im Akkusativ.
Die Bank hat ihm die restlichen Schulden erlassen.
Vergeben bedeutet hier, einer Person einen Fehler oder eine schlechte Tat persönlich nicht mehr nachzutragen. Erlassen betrifft dagegen eine Schuld, Strafe oder Verpflichtung, auf deren Erfüllung formell verzichtet wird. Für persönliche Versöhnung passt vergeben, für den Verzicht auf eine Forderung erlassen.

Wegen seiner besonderen Situation erlässt die Behörde ihm einen Teil der Strafe.
Nach seiner ehrlichen Entschuldigung vergibt sie ihm den schweren Fehler.