Die formelle, oft schriftliche Erlaubnis oder Bevollmächtigung, im Namen einer anderen Person oder Institution zu handeln oder bestimmte Befugnisse auszuüben.
beispiel
Mit dieser Ermächtigung kann mein Anwalt alle notwendigen Dokumente für mich unterzeichnen.
Tipps
Wortfamilie
„Die Ermächtigung“ ist das Nomen zum Verb „ermächtigen“. Dieses leitet sich von „Macht“ ab und bedeutet, jemandem die Macht oder Befugnis für eine Handlung zu geben.
BEISPIEL
Ich ermächtige Sie, in meinem Namen zu unterschreiben.
Register und Kontext
Dieses Wort gehört zur formellen Amts- und Rechtssprache. Im Alltag wird es selten verwendet. Es bezeichnet meist eine schriftlich festgehaltene, offizielle Erlaubnis.
BEISPIEL
Für den Zugriff auf die Akten benötigen Sie eine schriftliche Ermächtigung.
Satzbau mit "zu"
Um die erlaubte Handlung zu beschreiben, wird sehr oft eine Infinitivkonstruktion mit „zu“ verwendet, die direkt auf das Nomen folgt.
BEISPIEL
Sie erteilte ihrer Tochter die Ermächtigung, das Paket bei der Post abzuholen.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Ermächtigung vs Genehmigung
„Genehmigung“ und „Ermächtigung“ sind beide formelle Erlaubnisse, aber sie haben einen anderen Schwerpunkt. „Genehmigung“ erlaubt ein bestimmtes Vorhaben oder eine Handlung. „Ermächtigung“ gibt einer Person oder Stelle die Befugnis, im Namen von jemand anderem zu handeln oder bestimmte Rechte auszuüben. Deshalb klingt „Ermächtigung“ oft stärker nach Vollmacht und Verantwortung. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide offiziell sind. Merksatz: Eine Genehmigung sagt „Du darfst das tun“; eine Ermächtigung sagt eher „Du darfst dafür handeln oder entscheiden“.
Ermächtigung
Die Ermächtigung des Vorstands erlaubt ihr, den Vertrag zu unterschreiben.
Genehmigung
In der Schule braucht der Verein eine Genehmigung, wenn er Spenden sammeln will.