erniedrigen
Jemanden absichtlich so behandeln, dass seine Würde verletzt wird und er sich wertlos oder beschämt fühlt.
Er fühlte sich durch die öffentlichen Anschuldigungen seines Chefs zutiefst erniedrigt.

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Jemanden absichtlich so behandeln, dass seine Würde verletzt wird und er sich wertlos oder beschämt fühlt.
Er fühlte sich durch die öffentlichen Anschuldigungen seines Chefs zutiefst erniedrigt.

Das Verb setzt sich aus der Vorsilbe „er-“ und dem Adjektiv „niedrig“ zusammen. Es bedeutet wörtlich, jemanden oder sich selbst „niedrig zu machen“, also die Würde zu nehmen. Als Verb mit der Vorsilbe „er-“ ist es untrennbar.
Er hat seinen Mitarbeiter vor dem ganzen Team erniedrigt.
Dieses Verb kann transitiv mit einem Akkusativobjekt (jemanden erniedrigen) oder reflexiv (sich erniedrigen) verwendet werden. Die reflexive Form betont, dass die Person ihre eigene Würde herabsetzt.
Der Tyrann erniedrigte seine Gefangenen.
Häufig wird „erniedrigen“ mit Adverbien verwendet, die das Ausmaß beschreiben, z.B. „öffentlich erniedrigen“ oder „zutiefst erniedrigen“. Auch die Passivform „erniedrigt werden“ ist sehr gebräuchlich.
Sie fühlte sich durch seine Worte öffentlich erniedrigt.
„achten“ und „erniedrigen“ stehen hier im Gegensatz, wenn es um den Umgang mit Menschen geht. „achten“ bedeutet, jemanden mit Respekt zu behandeln und seinen Wert anzuerkennen. „erniedrigen“ bedeutet, jemanden absichtlich schlecht zu behandeln, sodass er sich beschämt oder wertlos fühlt. „achten auf“ im Sinn von aufmerksam sein gehört nicht zu diesem Gegensatz. In persönlichen Gesprächen, in der Schule oder bei der Arbeit ist der Unterschied wichtig: Wer jemanden achtet, schützt seine Würde; wer jemanden erniedrigt, verletzt sie.

Vor dem ganzen Team hat der Kollege ihn mit seinen Bemerkungen erniedrigt.
Ein guter Chef achtet seine Mitarbeiter und hört ihnen zu.