in Ermangelung
(Amtssprache, gehoben) Aufgrund des Fehlens oder Nichtvorhandenseins von etwas. Wird fast ausschließlich in dieser festen Wendung mit Genitiv oder „von“ verwendet.
In Ermangelung besserer Beweise wurde der Angeklagte freigesprochen.

Ermangelung
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(Amtssprache, gehoben) Aufgrund des Fehlens oder Nichtvorhandenseins von etwas. Wird fast ausschließlich in dieser festen Wendung mit Genitiv oder „von“ verwendet.
In Ermangelung besserer Beweise wurde der Angeklagte freigesprochen.

Dieses Wort wird fast ausschließlich in der festen Wendung „in Ermangelung“ gebraucht. Es ist sehr selten, „Ermangelung“ allein oder in anderen Konstruktionen zu lesen oder zu hören.
In Ermangelung eines Stuhls setzte er sich auf den Boden.
Auf die Wendung „in Ermangelung“ folgt standardsprachlich der Genitiv. Alternativ, besonders in der gesprochenen Sprache, wird auch die Konstruktion mit „von“ + Dativ verwendet.
In Ermangelung klarer Anweisungen wussten wir nicht, was zu tun war.
Der Ausdruck „in Ermangelung“ gehört zur gehobenen Schriftsprache und zum Amtsdeutsch. Im alltäglichen Sprachgebrauch wirkt er oft sehr formell oder sogar veraltet.
Die Untersuchung wurde in Ermangelung von Beweismitteln eingestellt.
„der Mangel“ und „die Ermangelung“ haben beide mit dem Fehlen von etwas zu tun. „Mangel“ ist das normale Wort und kann im Alltag, in der Arbeit oder in Berichten stehen. „Ermangelung“ verwendet man fast nur in der festen Wendung „in Ermangelung“. Diese Wendung klingt formell und bedeutet: weil etwas nicht vorhanden ist. Lernende können die Wörter verwechseln, weil sie ähnlich aussehen. Im normalen Satz sagt man meistens „Mangel an ...“. „In Ermangelung“ passt eher in formelle Texte oder offizielle Sprache.

In Ermangelung genauer Daten wurde die Entscheidung vertagt.
Der Termin muss verschoben werden, weil es einen Mangel an Personal gibt.