
fehlen
Nicht anwesend sein, obwohl man erwartet wird; abwesend sein.
Heute fehlen drei Schüler in der Klasse.
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Nicht anwesend sein, obwohl man erwartet wird; abwesend sein.
Heute fehlen drei Schüler in der Klasse.

Von jemandem vermisst werden; eine emotionale Lücke hinterlassen. Die vermisste Person oder Sache ist das Subjekt des Satzes.
Seit du weg bist, fehlst du mir jeden Tag.

Nicht oder nicht in ausreichender Menge vorhanden sein; mangeln.
Uns fehlt das Geld für eine große Reise.

Eine typische Frage eines Arztes an einen Patienten, um nach dessen Beschwerden zu fragen.
Der Arzt fragte den Patienten: 'Guten Tag, was fehlt Ihnen denn?'

Im Sport oder bei einem Spiel: ein Ziel nicht treffen oder einen Fehler machen.
Der Stürmer hat beim Elfmeter gefehlt und den Ball über das Tor geschossen.
Die Grammatik hilft, die Bedeutungen zu unterscheiden. Steht bei „fehlen“ eine Person im Dativ (z.B. „mir“, „dir“), geht es meist um ein Gefühl des Vermissens oder einen Mangel. Ohne Dativ-Person bedeutet es oft „abwesend sein“.
Mir fehlt die Energie, heute noch Sport zu machen.
Um auszudrücken, dass man jemanden vermisst, ist die Satzstruktur anders als im Englischen. Die Person, die vermisst wird, ist das Subjekt (Nominativ), und die Person, die das Gefühl hat, steht im Dativ.
Meine beste Freundin fehlt mir sehr.
Wenn etwas nicht vorhanden ist, steht die Sache, die fehlt, im Nominativ (Subjekt). Die Person, der etwas fehlt, steht im Dativ.
Mir fehlt der Mut, ihm die Wahrheit zu sagen.
In der Bedeutung „abwesend sein“ wird „fehlen“ oft in Kontexten wie Schule, Universität oder Arbeit verwendet. Typische Formulierungen sind „im Unterricht fehlen“ oder „bei der Besprechung fehlen“.
Er hat letzte Woche wegen Krankheit bei der Arbeit gefehlt.
Die Frage „Was fehlt Ihnen?“ ist eine Standardformulierung, die Ärzte oder Apotheker benutzen, um nach den gesundheitlichen Problemen oder Symptomen einer Person zu fragen. Im informellen Gespräch sagt man „Was fehlt dir?“.
Der Notarzt fragte die verletzte Frau: 'Sagen Sie mir, was Ihnen fehlt.'
Um einen Mangel auszudrücken, kann man auch die unpersönliche Struktur „es fehlt an + Dativ“ verwenden. Diese Form ist etwas formeller.
In vielen Regionen fehlt es an sauberem Trinkwasser.
Fehlen und vermissen können dieselbe emotionale Lücke ausdrücken, aber aus verschiedener Perspektive. Bei fehlen ist die vermisste Person das Subjekt und die empfindende Person steht im Dativ. Bei vermissen ist die empfindende Person das Subjekt und die vermisste Person das Akkusativobjekt.

Seit Anna im Ausland lebt, fehlt sie ihrem Bruder sehr.
Seit Anna im Ausland lebt, vermisst ihr Bruder sie sehr.