ersehnen
Sich etwas oder jemanden mit großer, inniger Sehnsucht wünschen. Es drückt ein tiefes, emotionales Verlangen aus.
Nach den anstrengenden Wochen ersehnte sie einfach nur ein paar Tage Ruhe.

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Sich etwas oder jemanden mit großer, inniger Sehnsucht wünschen. Es drückt ein tiefes, emotionales Verlangen aus.
Nach den anstrengenden Wochen ersehnte sie einfach nur ein paar Tage Ruhe.

Das Verb basiert auf „sehnen“ und ist eng mit „die Sehnsucht“ verwandt. Die Vorsilbe „er-“ verstärkt die Bedeutung und drückt ein intensives, fast schmerzhaftes Wünschen aus.
Die im Ausland lebenden Eltern ersehnen ein Wiedersehen mit ihren Kindern.
„Ersehnen“ ist ein sehr emotionales und poetisches Wort. Es wird für tiefe, innige Wünsche verwendet und ist in der Alltagssprache eher selten. Für einfache Wünsche ist es zu stark.
Nach dem langen, kalten Winter ersehnen alle den Frühling.
Das Verb ist transitiv und braucht ein Akkusativobjekt. Man kann auch die reflexive Form „sich (Dativ) etwas ersehnen“ verwenden, um die persönliche Bedeutung zu betonen.
Der Gefangene ersehnte die Freiheit.
„wünschen“ und „ersehnen“ beschreiben beide, dass man etwas gern haben oder erreichen möchte. „wünschen“ ist das normale Wort und kann für kleine und große Dinge benutzt werden. „ersehnen“ ist viel stärker und emotionaler. Es passt, wenn jemand sehr lange oder sehr tief auf etwas hofft, zum Beispiel auf Ruhe, Freiheit oder die Rückkehr einer Person. Im Alltag sagt man meistens „wünschen“. „ersehnen“ benutzt man, wenn der Wunsch besonders stark und fast schmerzhaft ist.

Nach vielen Wochen Arbeit ersehnt Lena endlich ein freies Wochenende.
Mein Nachbar wünscht sich beim Frühstück einen ruhigen Tag.