Jemanden mit Nachdruck, aber ohne direkte Bestrafung, an seine Pflichten erinnern oder ihn auffordern, ein bestimmtes Verhalten zu ändern. Eine Ermahnung ist ernster als eine Bitte, aber oft weniger formell als eine offizielle Verwarnung.
beispiel
Der Richter ermahnte den Zeugen, die Wahrheit zu sagen.
Tipps
Untrennbares Verb
„Ermahnen“ beginnt mit der Vorsilbe „er-“ und ist deshalb ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe bleibt in allen Satzformen und Zeiten fest mit dem Verb verbunden.
BEISPIEL
Er hat seinen Sohn ermahnt, ordentlicher zu sein.
Satzbau
Die typische Satzstruktur ist: „jemanden (Akkusativ) ermahnen, etwas zu tun“. Auf das Verb und die ermahnte Person folgt oft eine Infinitivkonstruktion mit „zu“.
BEISPIEL
Die Mutter ermahnte ihre Kinder, nicht so laut zu spielen.
Register
Dieses Wort gehört einem formellen Register an. Man findet es oft in der Schriftsprache oder in offiziellen Kontexten (z.B. Schule, Gericht). Im alltäglichen Gespräch wird es selten verwendet.
BEISPIEL
Der Lehrer ermahnte die Klasse zur Ruhe.
Vergleichen mit
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ermahnen vs reden
„jemandem ins Gewissen reden“ und „ermahnen“ liegen nah beieinander, weil man durch Worte erreichen will, dass jemand sein Verhalten ändert. „jemandem ins Gewissen reden“ klingt persönlicher: Man versucht, an Verantwortung oder Moral zu appellieren. „ermahnen“ ist direkter und bedeutet, jemanden ernst an eine Pflicht oder Regel zu erinnern. Es kann von Eltern, Lehrern oder Vorgesetzten kommen. „reden“ allein ist viel allgemeiner; die Nähe zu „ermahnen“ entsteht vor allem in der festen Wendung „jemandem ins Gewissen reden“.
ermahnen
Am Abend hat meine Kollegin die Kinder ermahnt, leiser zu sein.
reden
Die Ärztin redet dem Patienten ins Gewissen, weil er seine Tabletten nicht nimmt.