
ertrinken
Im Wasser oder einer anderen Flüssigkeit durch Ersticken ums Leben kommen.
Ohne die schnelle Hilfe des Rettungsschwimmers wäre der Junge im See ertrunken.
Loading your saved state.

Im Wasser oder einer anderen Flüssigkeit durch Ersticken ums Leben kommen.
Ohne die schnelle Hilfe des Rettungsschwimmers wäre der Junge im See ertrunken.

Im übertragenen Sinne von etwas völlig überwältigt oder bedeckt werden.
Seit der Beförderung hat er das Gefühl, in Arbeit zu ertrinken.
Die Vorsilbe „er-" deutet oft ein finales oder fatales Ergebnis einer Handlung an. „Ertrinken" folgt diesem Muster, abgeleitet von „trinken", und beschreibt den Tod durch Flüssigkeit.
Viele Insekten ertrinken nach einem starken Regen in Pfützen.
Da „ertrinken" eine Zustandsänderung (vom Leben zum Tod) beschreibt, wird das Perfekt immer mit dem Hilfsverb „sein" gebildet.
Der Mann ist bei dem Bootsunfall beinahe ertrunken.
Ob die wörtliche oder übertragene Bedeutung gemeint ist, erkennt man am Kontext. Bezieht sich das Verb auf eine Flüssigkeit wie Wasser, ist es wörtlich. Bezieht es sich auf ein abstraktes Konzept wie Arbeit oder Sorgen, ist es übertragen.
Im kalten Wasser des Flusses ist ein Reh ertrunken.
In der übertragenen Bedeutung wird „ertrinken" oft mit der Präposition „in" und abstrakten Nomen kombiniert. Häufige Wendungen sind „in Arbeit ertrinken", „in Schulden ertrinken" oder „in Selbstmitleid ertrinken".
Nach der Gründung ihrer Firma ertrank sie förmlich in Arbeit.
Wer in Arbeit „ertrinkt“, fühlt sich von ihrer Menge überwältigt. Wer in Arbeit „versinkt“, konzentriert sich so stark darauf, dass die Umgebung unwichtig wird. „Ertrinken“ betont also die Überlastung, „versinken“ das tiefe Aufgehen in der Tätigkeit.

Vor dem Abgabetermin ertrinkt Mia in Arbeit und schafft kaum alle Aufgaben.
Vor dem Abgabetermin versinkt Mia in ihrer Arbeit und vergisst die Zeit.