Die innere Einstellung oder Haltung einer Person oder Gruppe, die von bestimmten Erwartungen an die Zukunft, an andere Menschen oder an Ereignisse geprägt ist.
beispiel
Man sollte mit einer offenen Erwartungshaltung in ein Vorstellungsgespräch gehen und nicht alles vorab festlegen.
Tipps
Wortzusammensetzung
Dieses Wort setzt sich aus „Erwartung“ und „Haltung“ zusammen. Es beschreibt also nicht nur eine einzelne Erwartung, sondern die grundsätzliche innere Einstellung oder Haltung, mit der man einer Situation begegnet.
BEISPIEL
Ihre kritische Erwartungshaltung machte das Gespräch von Anfang an schwierig.
Typische Verbindungen
„Erwartungshaltung“ wird oft mit Adjektiven kombiniert, die diese Haltung beschreiben. Typisch sind „eine hohe“, „eine geringe“, „eine realistische“ oder „eine offene Erwartungshaltung“.
BEISPIEL
Mit einer zu hohen Erwartungshaltung wird man oft enttäuscht.
Satzbau und Verwendung
Um auszudrücken, worauf sich die Erwartungshaltung bezieht, verwendet man die Präposition „an“ mit dem Akkusativ. Eine häufige Konstruktion ist „eine Erwartungshaltung an jemanden/etwas haben“.
BEISPIEL
Eltern haben oft eine hohe Erwartungshaltung an ihre Kinder.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Erwartungshaltung vs Einstellung
„die Einstellung“ und „die Erwartungshaltung“ beschreiben beide eine innere Haltung einer Person. „Einstellung“ ist allgemeiner: Sie kann eine Meinung, Denkweise oder Haltung zu vielen Themen sein. „Erwartungshaltung“ ist spezieller und hängt immer mit Erwartungen zusammen, also mit dem, was jemand von einer Person, einer Situation oder der Zukunft erwartet. Lernende können die Wörter verwechseln, weil eine Erwartungshaltung auch eine Art Einstellung ist. Wenn es allgemein um eine Meinung oder Haltung geht, passt „Einstellung“. Wenn die Erwartungen im Mittelpunkt stehen, ist „Erwartungshaltung“ genauer.
Erwartungshaltung
Vor der Prüfung war die Erwartungshaltung der Eltern sehr hoch.
Einstellung
Ihre Einstellung zur Arbeit hat sich nach dem neuen Job stark verändert.