
(den Eindruck) erwecken
Einen bestimmten Eindruck, ein Gefühl oder eine Vorstellung bei jemandem hervorrufen.
Sein Schweigen erweckte den Eindruck, dass er mit der Entscheidung nicht einverstanden war.
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Einen bestimmten Eindruck, ein Gefühl oder eine Vorstellung bei jemandem hervorrufen.
Sein Schweigen erweckte den Eindruck, dass er mit der Entscheidung nicht einverstanden war.

Ein Gefühl wie Interesse, Neugier oder Mitleid in jemandem entstehen lassen.
Der geheimnisvolle Koffer erweckte seine Neugier.

Jemanden aus dem Schlaf holen; aufwecken. Diese Verwendung ist oft gehoben oder literarisch.
Sie wurde sanft durch die ersten Sonnenstrahlen erweckt.

Etwas oder jemanden, das/der tot oder leblos war, wieder lebendig machen. Oft wird dies im übertragenen oder religiösen Sinn verwendet.
Die alte Legende wurde durch das Theaterstück wieder zum Leben erweckt.
Das Verb „erwecken“ ist untrennbar. Die Vorsilbe „er-“ bleibt in allen Satzformen fest mit dem Stamm „wecken“ verbunden. Sie deutet oft an, dass etwas erfolgreich hervorgebracht oder ein Zustand eingeleitet wird.
Seine Rede hat in mir neue Hoffnung erweckt.
„Erwecken“ benötigt immer ein Akkusativobjekt. Man fragt: Wen oder was erweckt jemand? Dieses Objekt ist meist ein Gefühl, ein Eindruck oder eine Person.
Der Film erweckte großes Interesse bei den Zuschauern.
Besonders häufig ist die feste Wendung „den Eindruck erwecken“. Sie wird oft mit einem „dass“-Satz oder der Präposition „von“ kombiniert.
Er erweckt den Eindruck, als wüsste er alles besser.
In dieser Bedeutung wird „erwecken“ typischerweise mit abstrakten Nomen kombiniert, die Gefühle oder Vorstellungen beschreiben. Häufig sind: Interesse, Neugier, Mitleid, Vertrauen oder Hoffnung erwecken.
Die Geschichte des alten Mannes erweckte unser Mitleid.
In der Bedeutung „aufwecken“ wird „erwecken“ fast ausschließlich in einem gehobenen, literarischen oder poetischen Stil verwendet. Im normalen Alltag ist „aufwecken“ oder „wecken“ üblich.
Der Kuss des Prinzen erweckte die schlafende Prinzessin.
Die Wendung „zum Leben erwecken“ ist eine feste Struktur. Sie kann wörtlich (im religiösen oder mythischen Sinn) oder übertragen für die Belebung von etwas Abstraktem oder Altem verwendet werden.
Der Regisseur hat die Romanfiguren auf der Leinwand zum Leben erweckt.
Beide Wörter können Interesse, Gefühle oder eine Vorstellung entstehen lassen. Wecken ist neutral und im Alltag sehr üblich, während erwecken oft gehobener klingt und besonders mit einem Eindruck oder einer Vorstellung verbunden wird. Für eine einfache Aussage über Interesse passt meist wecken; in formeller Sprache ist auch erwecken möglich.

Der kurze Film erweckt Interesse an dem neuen Kurs.
Der kurze Film weckt Interesse an dem neuen Kurs.