Sich auf eine Person, eine Situation oder ein Vorhaben einlassen, oft mit der Implikation, dass es ein Risiko birgt oder eine bewusste Entscheidung erfordert.
beispiel
Ich bin nicht sicher, ob ich mich auf dieses riskante Geschäft einlassen soll.
Tipps
Trennbares Verb
„Einlassen“ ist ein trennbares Verb. In einem Hauptsatz steht die Vorsilbe „ein-“ am Ende. In Nebensätzen oder im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
BEISPIEL
Der Bademeister lässt das Wasser ins Becken ein.
Reflexiv mit Präposition
In dieser Bedeutung ist das Verb immer reflexiv und wird mit der Präposition „auf“ und dem Akkusativ verwendet. Die feste Struktur lautet: „sich auf etwas/jemanden einlassen“.
BEISPIEL
Sie wollte sich nicht auf eine Beziehung mit ihm einlassen.
Kontexthinweis: Objekt
Die Bedeutung ändert sich je nach Objekt: Ein Reflexivpronomen („sich“) bedeutet „sich beteiligen“. Eine Person als Objekt („jemanden“) bedeutet „jemandem Zutritt gewähren“.
BEISPIEL
Er lässt sich auf das Experiment ein.
Handwerklicher Kontext
Die Bedeutungen „etwas einbauen“ oder „eine Oberfläche behandeln“ werden fast nur im handwerklichen Kontext verwendet. Achte auf Wörter wie Holz, Stein, Öl oder Wachs.
BEISPIEL
Der Schreiner hat die Scharniere sauber in die Tür eingelassen.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
einlassen vs wachsen
„wachsen“ und „einlassen“ können beide bedeuten, dass man eine Oberfläche behandelt, damit sie geschützt wird. „wachsen“ heißt: Man behandelt etwas mit Wachs, zum Beispiel Skier oder einen Boden. „einlassen“ benutzt man besonders bei Holz, wenn Öl, Wachs oder Lasur in das Material einzieht. Lernende können die Wörter verwechseln, weil bei beiden Wachs vorkommen kann. Der wichtige Unterschied ist: „wachsen“ nennt das Mittel Wachs, „einlassen“ beschreibt eher, dass eine Flüssigkeit in eine Oberfläche einzieht.
einlassen
Nico hat den Holztisch mit Öl eingelassen.
wachsen
Vor dem Skiurlaub wachsen wir die Skier im Keller.