Eine wirtschaftliche Situation, in der es nicht genügend qualifizierte Arbeitskräfte für offene Stellen in bestimmten Berufen oder Branchen gibt.
beispiel
Der Fachkräftemangel in der IT-Branche führt zu einem intensiven Wettbewerb um Talente.
Tipps
Wortzusammensetzung
Dieses Wort ist ein typisches deutsches Kompositum. Es besteht aus „Fachkräfte“ (Plural von Fachkraft, also qualifizierte Arbeiter) und „Mangel“ (Knappheit, Defizit). Das „-n-“ ist ein Fugenelement, das die Teile verbindet.
BEISPIEL
Eine Fachkraft ist eine Person mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung.
Typische Verbindungen
Man spricht oft vom „Fachkräftemangel in“ einer bestimmten Branche (z.B. „in der Pflege“, „im Handwerk“). Typische Verben sind „dem Fachkräftemangel entgegenwirken“ oder „unter dem Fachkräftemangel leiden“.
BEISPIEL
Viele Krankenhäuser leiden unter dem akuten Fachkräftemangel in der Pflege.
Satzbau und Verwendung
Eine sehr häufige Formulierung ist „es herrscht Fachkräftemangel“. Dabei steht „es“ als Platzhalter am Satzanfang.
BEISPIEL
In vielen technischen Berufen herrscht seit Jahren ein großer Fachkräftemangel.
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Fachkräftemangel vs Personalmangel
„der Fachkräftemangel“ und „der Personalmangel“ bedeuten beide, dass nicht genug Menschen für Arbeit da sind. „Personalmangel“ ist allgemeiner: Es fehlen Mitarbeiter, egal ob sie eine besondere Ausbildung haben oder nicht. „Fachkräftemangel“ ist genauer: Es fehlen qualifizierte Personen mit bestimmten Kenntnissen oder einer bestimmten Ausbildung. Die Wörter können verwechselt werden, weil ein Betrieb bei Fachkräftemangel auch Personalmangel hat. Wenn aber nur zu wenige Leute für eine Schicht da sind, sagt man eher „Personalmangel“. Wenn speziell ausgebildete Pflegekräfte, Handwerker oder IT-Fachleute fehlen, passt „Fachkräftemangel“ besser.
Fachkräftemangel
Wegen des Fachkräftemangels findet die Firma keine ausgebildeten Elektriker.
Personalmangel
Nach der Arbeit bleibt die Station wegen Personalmangels länger geschlossen.