Die Fähigkeit, in schwierigen oder heiklen Situationen taktvoll, einfühlsam und geschickt zu handeln. Es beschreibt ein sehr feines Gespür für den richtigen Umgang mit Menschen oder Dingen.
beispiel
Bei den Verhandlungen war viel Fingerspitzengefühl gefragt, um niemanden zu verärgern.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort ist eine bildliche Zusammensetzung aus „Fingerspitzen“ und „Gefühl“. Es beschreibt die Fähigkeit, eine Situation so fein und vorsichtig zu behandeln, als würde man sie mit den Fingerspitzen abtasten.
BEISPIEL
Er hat die heikle Frage mit viel Fingerspitzengefühl beantwortet.
Typische Verbindungen
Dieses Nomen wird oft mit bestimmten Verben verwendet. Typische Wendungen sind „Fingerspitzengefühl haben“, „Fingerspitzengefühl beweisen“ oder „Fingerspitzengefühl erfordern“.
BEISPIEL
Als Chefin muss man viel Fingerspitzengefühl haben.
Verwendungskontext
Das Wort wird nicht nur für soziale Kompetenz im Umgang mit Menschen benutzt, sondern auch für handwerkliches Geschick bei sehr feinen, präzisen Arbeiten.
BEISPIEL
Ein Uhrmacher braucht ruhige Hände und viel Fingerspitzengefühl.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Fingerspitzengefühl vs Geschick
„das Geschick“ und „das Fingerspitzengefühl“ beschreiben beide eine besondere Fähigkeit, etwas gut und passend zu machen. „Geschick“ meint oft praktische Fähigkeit, besonders wenn man mit den Händen genau arbeitet. „Fingerspitzengefühl“ meint eher ein feines Gespür in schwierigen Situationen, vor allem im Umgang mit Menschen. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide mit geschicktem Handeln zu tun haben. Wenn jemand etwas baut, repariert oder bastelt, passt „Geschick“ besser. Wenn jemand vorsichtig, taktvoll und einfühlsam reagieren muss, passt „Fingerspitzengefühl“ besser.
Fingerspitzengefühl
Bei dem Streit in der Familie brauchte Sofia viel Fingerspitzengefühl.
Geschick
Mein Bruder baut kleine Modelle mit großem Geschick.