Eine liebevolle und verniedlichende Bezeichnung für die weibliche Besitzerin eines Haustieres, insbesondere eines Hundes. Der Begriff wird oft aus der Perspektive des Tieres verwendet.
beispiel
Der Hund wedelt freudig mit dem Schwanz, wenn sein Frauchen nach Hause kommt.
Tipps
Wortaufbau: Diminutiv
„Frauchen“ ist eine Verkleinerungsform (Diminutiv) von „die Frau“. Die Endung „-chen“ macht Nomen immer sächlich, daher heißt es „das Frauchen“, obwohl es sich auf eine Frau bezieht.
BEISPIEL
Das Suffix -chen macht aus einem Apfel ein Äpfelchen und aus einem Haus ein Häuschen.
Register und Stil
Dieses Wort gehört zur Umgangssprache und hat eine liebevolle, verniedlichende Konnotation. Es wird fast immer aus der Perspektive des Haustieres oder in Gesprächen über Haustiere verwendet.
BEISPIEL
„Wo ist denn dein Frauchen?“, fragte die Frau den Hund im Park.
Kontext: Haustierbesitzer
„Frauchen“ bezeichnet ausschließlich die weibliche Besitzerin eines Haustieres. Für einen männlichen Besitzer wird nach demselben Muster das Wort „das Herrchen“ (von „der Herr“) gebildet.
BEISPIEL
Die Katze schläft am liebsten auf dem Schoß von ihrem Frauchen.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Frauchen vs Herrin
„Herrin“ und „Frauchen“ können beide eine Frau meinen, der ein Tier gehört. Der Ton ist aber sehr unterschiedlich. „Frauchen“ klingt liebevoll und wird fast nur bei Haustieren benutzt, besonders bei Hunden. „Herrin“ klingt viel formeller oder älter und betont eher Besitz, Macht oder Autorität. Bei einem Hund sagt man im Alltag meistens „Frauchen“. „Herrin“ kann in manchen Situationen zu stark oder unnatürlich klingen, wenn man nur die Besitzerin eines Haustiers meint.
Frauchen
Der Hund läuft sofort zu seinem Frauchen, weil er ihre Stimme hört.
Herrin
Die Herrin des Hauses begrüßte die Gäste im großen Garten.