freilegen
Etwas, das bedeckt, verborgen oder zugewachsen war, wieder sichtbar machen, indem man die Bedeckung entfernt.
Archäologen haben die Fundamente einer alten römischen Villa freigelegt.

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Etwas, das bedeckt, verborgen oder zugewachsen war, wieder sichtbar machen, indem man die Bedeckung entfernt.
Archäologen haben die Fundamente einer alten römischen Villa freigelegt.

„Freilegen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „frei-“ steht im Hauptsatz am Ende und bedeutet, dass etwas zugänglich oder sichtbar gemacht wird.
Der Gärtner legt die Wurzeln der Pflanze frei.
Da oft das Ergebnis im Vordergrund steht und nicht die handelnde Person, wird „freilegen“ sehr häufig im Passiv verwendet. Das Objekt des aktiven Satzes wird dann zum Subjekt.
Die alten Münzen wurden bei Bauarbeiten freigelegt.
Dieses Verb wird oft im Kontext von Archäologie oder Bauarbeiten verwendet. Typische Objekte sind „Fundamente“, „Mauern“, „Ruinen“ oder „historische Artefakte“.
Bei den Ausgrabungen legten die Forscher ein altes Mosaik frei.
In technischen oder medizinischen Berichten bedeutet „freilegen“, eine bestimmte Struktur für eine Reparatur oder Behandlung zugänglich zu machen. Man legt zum Beispiel „Kabel“, „Rohre“ oder „Nerven“ frei.
Der Chirurg musste den Nerv vorsichtig freilegen.
„bedecken“ und „freilegen“ beschreiben entgegengesetzte Bewegungen. Bei „bedecken“ kommt etwas über eine Oberfläche, sodass man sie nicht mehr oder nur noch teilweise sieht. Bei „freilegen“ entfernt man diese Schicht wieder, sodass etwas Verborgenes sichtbar wird. „bedecken“ passt also, wenn etwas zugemacht oder verdeckt wird. „freilegen“ passt, wenn man etwas wieder sichtbar macht, zum Beispiel unter Erde, Schnee oder alten Schichten.

Im Garten legt mein Nachbar alte Steine frei, die unter der Erde lagen.
Am Abend bedeckt Schnee die Dächer im Dorf.