gar
Als verstärkendes Adverb, meist in negativen Sätzen mit „nicht“, „nichts“ oder „kein“, um die Verneinung zu betonen. Bedeutet „überhaupt“ oder „absolut“.
Ich habe gar kein Geld mehr dabei.

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Als verstärkendes Adverb, meist in negativen Sätzen mit „nicht“, „nichts“ oder „kein“, um die Verneinung zu betonen. Bedeutet „überhaupt“ oder „absolut“.
Ich habe gar kein Geld mehr dabei.

Die häufigste Verwendung von „gar“ ist die Verstärkung einer Verneinung. Es steht dann fast immer zusammen mit „nicht“, „nichts“ oder „kein“.
Ich habe heute gar nichts gegessen.
Wenn „gar“ im Kontext von Essen und Kochen verwendet wird, bedeutet es „fertig gekocht“. Es beschreibt den Zustand von Lebensmitteln.
Sind die Nudeln schon gar?
In der kulinarischen Bedeutung wird „gar“ prädikativ verwendet, also nach dem Nomen mit einem Verb wie „sein“. Eine Verwendung direkt vor dem Nomen (z.B. „das gare Fleisch“) ist unüblich.
Der Reis ist noch nicht ganz gar, er braucht noch ein paar Minuten.
Die verstärkende Bedeutung „sogar“ oder „sehr“ (z.B. „ein gar lustiger Geselle“) ist veraltet. Man findet sie heute fast nur noch in Märchen oder literarischen Texten.
Es war eine gar wundersame Geschichte.
„durch“ und „gar“ können beide in der Küche bedeuten, dass etwas nicht mehr roh ist. „gar“ ist dafür das genauere und neutralere Wort: Das Gemüse, Fleisch oder der Reis ist fertig gekocht. „durch“ benutzt man in diesem Zusammenhang eher umgangssprachlich und oft mit „sein“, besonders bei Fleisch oder Kuchen. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide das Ende des Kochens meinen können. Als praktische Regel gilt: In Rezepten und neutraler Sprache passt „gar“ besser, im Alltag hört man auch „durch“.

Nach zwanzig Minuten sind die Kartoffeln gar.
Der Kuchen ist innen noch nicht ganz durch.