
gar
Als verstärkendes Adverb, meist in negativen Sätzen mit „nicht“, „nichts“ oder „kein“, um die Verneinung zu betonen. Bedeutet „überhaupt“ oder „absolut“.
Ich habe gar kein Geld mehr dabei.
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Als verstärkendes Adverb, meist in negativen Sätzen mit „nicht“, „nichts“ oder „kein“, um die Verneinung zu betonen. Bedeutet „überhaupt“ oder „absolut“.
Ich habe gar kein Geld mehr dabei.

Als Adjektiv in der Küche: Vollständig gekocht oder gebraten; nicht mehr roh.
Lass den Kuchen noch fünf Minuten im Ofen, er ist noch nicht ganz gar.

Als Adverb zur Verstärkung einer Aussage, oft mit leicht veralteter oder literarischer Wirkung. Bedeutet „sogar“ oder „wirklich“.
Es war ein gar schöner Abend.
Die häufigste Verwendung von „gar“ ist die Verstärkung einer Verneinung. Es steht dann fast immer zusammen mit „nicht“, „nichts“ oder „kein“.
Ich habe heute gar nichts gegessen.
Wenn „gar“ im Kontext von Essen und Kochen verwendet wird, bedeutet es „fertig gekocht“. Es beschreibt den Zustand von Lebensmitteln.
Sind die Nudeln schon gar?
In der kulinarischen Bedeutung wird „gar“ prädikativ verwendet, also nach dem Nomen mit einem Verb wie „sein“. Eine Verwendung direkt vor dem Nomen (z.B. „das gare Fleisch“) ist unüblich.
Der Reis ist noch nicht ganz gar, er braucht noch ein paar Minuten.
Die verstärkende Bedeutung „sogar“ oder „sehr“ (z.B. „ein gar lustiger Geselle“) ist veraltet. Man findet sie heute fast nur noch in Märchen oder literarischen Texten.
Es war eine gar wundersame Geschichte.
Bei Speisen können gar und die umgangssprachliche Verbindung durch sein beide ausdrücken, dass nichts mehr roh ist. Gar ist die allgemeine Bezeichnung für den fertigen Kochzustand; durch sein betont besonders, dass ein Lebensmittel vollständig bis ins Innere gegart ist.

Das dünne Stück Fleisch ist jetzt vollständig gar.
Das dicke Stück Fleisch ist jetzt auch innen durch.