gemessen
Beschreibt eine Bewegung oder Sprechweise, die betont langsam, kontrolliert und würdevoll ist.
Mit gemessenen Schritten betrat der Richter den Gerichtssaal.

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Beschreibt eine Bewegung oder Sprechweise, die betont langsam, kontrolliert und würdevoll ist.
Mit gemessenen Schritten betrat der Richter den Gerichtssaal.

„Gemessen“ ist das Partizip II des Verbs „messen“. Die Bedeutung „langsam und kontrolliert“ leitet sich von der Vorstellung ab, dass die Bewegungen oder Worte genau abgemessen sind.
Er wählte seine Worte sehr gemessen, um niemanden zu verletzen.
In der Bedeutung „langsam und kontrolliert“ wird „gemessen“ fast ausschließlich mit Nomen für Bewegung oder Sprache verwendet, z.B. „gemessene Schritte“, „gemessene Bewegungen“ oder „gemessene Worte“.
Der Redner sprach mit gemessener Stimme zum Publikum.
Die Konstruktion „gemessen an“ + Dativ ist eine feste Wendung, um einen Vergleich auszudrücken. Steht sie am Satzanfang, folgt das Verb direkt danach.
Gemessen an seiner Erfahrung ist sein Gehalt zu niedrig.
Die Bedeutung lässt sich leicht am Kontext erkennen: Steht „gemessen“ vor einem Nomen wie „Schritte“ oder „Worte“, bedeutet es „langsam/kontrolliert“. Folgt die Präposition „an“, handelt es sich um einen Vergleich.
Mit gemessenen Schritten verließ er den Raum.
„feierlich“ und „gemessen“ können beide würdevoll wirken. Der Unterschied liegt im Schwerpunkt: „feierlich“ beschreibt eine festliche, ernste Atmosphäre oder eine Handlung bei einem besonderen Anlass. „gemessen“ beschreibt eher die Art, wie jemand spricht oder sich bewegt: langsam, ruhig und kontrolliert. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide zu offiziellen Situationen passen. Man sagt aber eher „eine feierliche Zeremonie“ und „mit gemessener Stimme sprechen“.

Der Richter sprach gemessen, damit jeder im Saal ihn gut verstand.
Im Rathaus wurde das neue Projekt feierlich eröffnet.