hüllen
Jemanden oder etwas vollständig einwickeln, bedecken oder umgeben. Kann wörtlich (mit einer Decke) oder bildlich (in Nebel, Schweigen) verwendet werden.
Dichter Nebel hüllte die gesamte Küste in ein graues Tuch.

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Jemanden oder etwas vollständig einwickeln, bedecken oder umgeben. Kann wörtlich (mit einer Decke) oder bildlich (in Nebel, Schweigen) verwendet werden.
Dichter Nebel hüllte die gesamte Küste in ein graues Tuch.

Das Verb „hüllen“ ist mit dem Nomen „die Hülle“ verwandt. Eine Hülle ist eine schützende oder verdeckende Schicht, wie eine Handyhülle oder eine Kissenhülle.
Die Raupe spinnt sich eine Hülle, bevor sie zum Schmetterling wird.
Das Verb „hüllen“ wird fast immer mit der Präposition „in“ + Akkusativ verwendet. Die Struktur lautet: jemand/etwas hüllt jemanden/etwas in etwas.
Sie hüllte das frierende Kind in eine warme Decke.
„Hüllen“ ist ein eher gehobenes und bildhaftes Wort. Man findet es häufiger in der Literatur oder in poetischer Sprache als im alltäglichen Gespräch.
Der Künstler hüllte seine Skulptur bis zur Enthüllung in ein Tuch.
Die Wendung „sich in Schweigen hüllen“ ist eine feste Einheit. Sie ist reflexiv („sich hüllen“) und bedeutet, dass eine Person bewusst nichts zu einem Thema sagt.
Der Politiker hüllte sich zu den Gerüchten in Schweigen.
„schweigen“ und „sich in Schweigen hüllen“ können beide bedeuten, dass jemand zu einem Thema nichts sagt. „schweigen“ ist das normale, direkte Wort. Es passt in vielen Situationen, auch wenn jemand einfach still ist. „sich in Schweigen hüllen“ ist eine feste Wendung und klingt bildlicher. Man benutzt sie besonders, wenn jemand bewusst keine Auskunft gibt, obwohl andere eine Antwort erwarten. Die Wendung wirkt oft etwas formeller oder journalistischer.

Nach der Sitzung hüllte sich die Firma in Schweigen.
Der Chef schweigt zu den neuen Plänen und nennt noch keinen Termin.