glotzen
Umgangssprachlich für intensives, oft unhöfliches oder dümmliches Anstarren einer Person oder Sache.
Hör auf, so zu glotzen, das ist unhöflich!

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Umgangssprachlich für intensives, oft unhöfliches oder dümmliches Anstarren einer Person oder Sache.
Hör auf, so zu glotzen, das ist unhöflich!

„Glotzen“ ist ein sehr umgangssprachliches und oft negativ oder abwertend verwendetes Wort. In formellen oder höflichen Situationen sollte man es unbedingt vermeiden.
Die Kinder haben den ganzen Nachmittag nur geglotzt.
Das Verb „glotzen“ ist verwandt mit dem Nomen „die Glotzaugen“, was große, starrende Augen bezeichnet. Dies verstärkt die Bedeutung des intensiven und ausdruckslosen Schauens.
Er stand nur da und glotzte mich mit seinen großen Augen an.
Wenn man ausdrücken will, dass eine bestimmte Person angestarrt wird, kann man das trennbare Verb „anglotzen“ verwenden. Die Person steht dann im Akkusativ.
Der Mann in der U-Bahn hat mich die ganze Zeit angeglotzt.
In der Bedeutung „fernsehen“ wird „glotzen“ oft in der festen Wendung „in die Glotze glotzen“ verwendet. „Die Glotze“ ist dabei ein umgangssprachlicher Ausdruck für den Fernseher.
Ich habe keine Lust auszugehen, ich will nur zu Hause in die Glotze glotzen.
„sehen“ und „glotzen“ haben beide mit Schauen zu tun. „sehen“ ist das neutrale Wort: Man nimmt etwas mit den Augen wahr oder schaut sich einen Film an. „glotzen“ ist sehr umgangssprachlich und oft negativ. Es kann bedeuten, dass jemand lange und unhöflich starrt, oder dass jemand passiv lange fernsieht. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide eine Art von Schauen beschreiben. Aber „glotzen“ passt nicht in höflichen oder neutralen Situationen. Wenn du keinen negativen Ton willst, nimm „sehen“.

Bitte glotz die Leute im Zug nicht so an.
Am Abend sehen wir einen Film im Wohnzimmer.