
glotzen
Umgangssprachlich für intensives, oft unhöfliches oder dümmliches Anstarren einer Person oder Sache.
Hör auf, so zu glotzen, das ist unhöflich!
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Umgangssprachlich für intensives, oft unhöfliches oder dümmliches Anstarren einer Person oder Sache.
Hör auf, so zu glotzen, das ist unhöflich!

Sehr umgangssprachlich für fernsehen, oft mit der Konnotation, dass man passiv und lange vor dem Gerät sitzt.
Am Sonntagabend will ich einfach nur auf dem Sofa liegen und in die Glotze glotzen.
„Glotzen“ ist ein sehr umgangssprachliches und oft negativ oder abwertend verwendetes Wort. In formellen oder höflichen Situationen sollte man es unbedingt vermeiden.
Die Kinder haben den ganzen Nachmittag nur geglotzt.
Das Verb „glotzen“ ist verwandt mit dem Nomen „die Glotzaugen“, was große, starrende Augen bezeichnet. Dies verstärkt die Bedeutung des intensiven und ausdruckslosen Schauens.
Er stand nur da und glotzte mich mit seinen großen Augen an.
Wenn man ausdrücken will, dass eine bestimmte Person angestarrt wird, kann man das trennbare Verb „anglotzen“ verwenden. Die Person steht dann im Akkusativ.
Der Mann in der U-Bahn hat mich die ganze Zeit angeglotzt.
In der Bedeutung „fernsehen“ wird „glotzen“ oft in der festen Wendung „in die Glotze glotzen“ verwendet. „Die Glotze“ ist dabei ein umgangssprachlicher Ausdruck für den Fernseher.
Ich habe keine Lust auszugehen, ich will nur zu Hause in die Glotze glotzen.
Der TV bezeichnet hier nur das Gerät und bewertet nicht, wie jemand fernsieht. Glotzen bezeichnet dagegen sehr umgangssprachlich langes, passives Fernsehen und klingt oft kritisch. Für eine neutrale Beschreibung des Geräts passt TV, für eine abwertende Beschreibung der Tätigkeit glotzen.

Jonas glotzt am Abend wieder stundenlang.
Jonas sitzt am Abend lange vor dem TV.