greifbar
So nah, dass man es mit der Hand erreichen und anfassen kann; berührbar.
Bitte lege die Fernbedienung in greifbare Nähe.

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So nah, dass man es mit der Hand erreichen und anfassen kann; berührbar.
Bitte lege die Fernbedienung in greifbare Nähe.

Das Wort besteht aus dem Stamm des Verbs „greifen“ und der Endung „-bar“. Die Endung „-bar“ bedeutet oft „kann ... werden“, also ist „greifbar“ wörtlich etwas, das man greifen kann.
Die Werkzeuge sollten für den Handwerker immer greifbar sein.
In der wörtlichen Bedeutung wird „greifbar“ sehr oft in der festen Wendung „in greifbarer Nähe“ verwendet. Das bedeutet, dass etwas sehr nah ist.
Stell das Glas bitte in greifbare Nähe, damit ich es erreichen kann.
Die übertragene Bedeutung „deutlich spürbar“ erkennt man daran, dass „greifbar“ mit abstrakten Nomen wie „Spannung“, „Angst“, „Erleichterung“ oder „Atmosphäre“ kombiniert wird.
Die Erleichterung nach der Prüfung war im ganzen Raum greifbar.
Um auszudrücken, dass ein Ziel oder Ereignis zeitlich sehr nah ist, wird die feste Wendung „zum Greifen nah“ benutzt.
Der Urlaub ist schon zum Greifen nah, nur noch zwei Tage arbeiten!
„nah“ und „greifbar“ können beide ausdrücken, dass etwas nicht weit weg ist. „nah“ ist allgemeiner und passt für Orte, Zeiten und Entfernungen. „greifbar“ ist stärker: Es bedeutet oft, dass etwas so nah ist, dass man es fast mit der Hand erreichen kann. Übertragen benutzt man „greifbar“ auch, wenn ein Ziel oder ein Ereignis fast erreicht ist. „nah“ sagt nur: nicht weit weg. „greifbar“ sagt: fast da oder fast erreichbar.

Nach vielen Monaten Arbeit ist der Abschluss endlich greifbar.
Der Bahnhof ist nah, aber wir müssen uns trotzdem beeilen.