grell
Unangenehm hell oder intensiv leuchtend, sodass es die Augen blendet.
Die Scheinwerfer des entgegenkommenden Autos waren grell.

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Unangenehm hell oder intensiv leuchtend, sodass es die Augen blendet.
Die Scheinwerfer des entgegenkommenden Autos waren grell.

Das Wort „grell“ hat fast immer eine negative Konnotation. Es beschreibt etwas, das zu intensiv und daher unangenehm für die Sinne ist, sei es Licht, Farbe oder ein Geräusch.
Die grelle Reklame an der Fassade tut in den Augen weh.
Das Nomen, das „grell“ beschreibt, verrät die genaue Bedeutung. In Verbindung mit Lichtquellen bedeutet es „blendend“, mit Farben „aufdringlich leuchtend“ und mit Geräuschen „durchdringend laut“.
Das grelle Licht der OP-Lampe blendete ihn.
Wenn es um Licht geht, wird „grell“ oft für künstliches Licht oder sehr starke Sonneneinstrahlung verwendet. Typische Kombinationen sind „grelles Licht“, „greller Blitz“ oder „greller Scheinwerfer“.
Die Mittagssonne war so grell, dass ich eine Sonnenbrille brauchte.
Bei Farben beschreibt „grell“ oft Neon- oder Signalfarben. Häufige Verbindungen sind „grelles Pink“, „grelles Gelb“ oder „grelles Grün“.
Der Textmarker hinterlässt eine grell gelbe Linie auf dem Papier.
In Bezug auf Geräusche wird „grell“ für hohe, laute und unangenehme Töne benutzt. Typisch sind „greller Schrei“, „greller Pfiff“ oder „greller Alarmton“.
Der Feueralarm ertönte in einem grellen, schrillen Ton.
„leise“ und „grell“ können bei Geräuschen einen Gegensatz bilden. „leise“ bedeutet, dass ein Geräusch nur schwach oder mit geringer Lautstärke zu hören ist. „grell“ beschreibt einen sehr lauten, hohen und unangenehm durchdringenden Ton. Wichtig ist: „grell“ kann auch Licht oder Farben beschreiben, aber als Gegensatz zu „leise“ geht es um den Klang. Wenn ein Ton kaum stört, ist er leise; wenn er stark und unangenehm in den Ohren ist, kann er grell sein.

Der grelle Alarmton weckt uns mitten in der Nacht.
Im Bus stellt ihr das Handy leise, damit niemand gestört wird.