der Gram
Ein tiefer, anhaltender Kummer oder eine große Traurigkeit, oft aufgrund eines Verlusts, einer Enttäuschung oder eines Unglücks.
Nach dem Tod ihres Mannes zerfraß sie der Gram.

Gram
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Ein tiefer, anhaltender Kummer oder eine große Traurigkeit, oft aufgrund eines Verlusts, einer Enttäuschung oder eines Unglücks.
Nach dem Tod ihres Mannes zerfraß sie der Gram.

Das Nomen „der Gram“ ist eng mit dem Verb „sich grämen“ verwandt. „Sich über etwas grämen“ bedeutet, sich Sorgen zu machen oder traurig über etwas zu sein.
Er grämte sich sehr über die verpasste Gelegenheit.
Das Wort „Gram“ für Kummer wird hauptsächlich in der Literatur und in gehobener Sprache verwendet. In der Alltagssprache ist es selten.
In dem Gedicht geht es um den tiefen Gram einer verlassenen Frau.
„Gram“ wird oft mit Verben verwendet, die einen intensiven, inneren Schmerz beschreiben. Typische Wendungen sind „sich vor Gram verzehren“ oder „in Gram versinken“.
Nach dem schweren Verlust versank er in tiefem Gram.
Die Wendung „jemandem gram sein“ ist veraltet und wird im modernen Deutsch nicht mehr aktiv verwendet. Man findet sie fast nur noch in alten Texten oder historischen Filmen.
In dem alten Brief schrieb er: „Ich hoffe, du bist mir nicht gram.“
In der alten Wendung „gram sein“ steht die Person, auf die man wütend ist, immer im Dativ. Man ist „jemandem“ gram.
Der König war dem Diener gram, weil dieser einen Fehler gemacht hatte.
„die Freude“ und „der Gram“ stehen sich als Gefühle gegenüber. „Freude“ ist ein positives Gefühl von Glück und Zufriedenheit. „Gram“ bedeutet tiefer und länger anhaltender Kummer. Der Gegensatz liegt also zwischen innerem Glück und schwerer Traurigkeit. „Freude“ ist im Alltag ganz normal. „Gram“ klingt eher gehoben oder altmodisch und passt zu ernsten Situationen, zum Beispiel nach einem Verlust oder einer großen Enttäuschung.

Nach dem Tod seines Freundes zog sich mein Vater aus Gram zurück.
Im Gesicht der Kundin war echte Freude zu sehen.