hochhalten
Etwas mit den Händen oder Armen in die Höhe heben und dort halten, sodass es gut sichtbar ist.
Die Demonstranten hielten ihre Plakate hoch.

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Etwas mit den Händen oder Armen in die Höhe heben und dort halten, sodass es gut sichtbar ist.
Die Demonstranten hielten ihre Plakate hoch.

„Hochhalten“ ist ein trennbares Verb. In einem Hauptsatz steht die Vorsilbe „hoch“ am Ende. In Nebensätzen oder im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Die Siegerin hält den Pokal stolz hoch.
Das Objekt verrät die Bedeutung: Hält man einen konkreten Gegenstand hoch, ist die wörtliche Bedeutung gemeint. Bei einem abstrakten Konzept wie „Werte“ oder „Tradition“ ist die übertragene Bedeutung gemeint. Im Sportkontext bezieht es sich meist auf einen Ball.
Er hielt das Baby hoch, damit es alle sehen konnten.
In der übertragenen Bedeutung wird „hochhalten“ oft mit abstrakten Nomen verwendet. Typische Kombinationen sind „die Tradition hochhalten“, „die Ehre hochhalten“, „Werte hochhalten“ oder „das Andenken an jemanden hochhalten“.
Auch in schwierigen Zeiten müssen wir die Ideale der Gerechtigkeit hochhalten.
„wahren“ und „hochhalten“ können beide bedeuten, dass man Werte, Regeln oder Traditionen nicht aufgibt. „Wahren“ ist neutraler und etwas formeller. Man wahrt zum Beispiel Ruhe, Abstand, Rechte oder den guten Ruf. Es betont, dass etwas geschützt und erhalten bleibt. „Hochhalten“ klingt stärker nach Achtung und öffentlicher Haltung. Man hält Werte, Traditionen oder Erinnerungen hoch, weil man sie wichtig findet. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide bei abstrakten Dingen benutzt werden. Als Orientierung: „wahren“ passt, wenn etwas erhalten oder geschützt werden soll; „hochhalten“ passt, wenn man etwas bewusst ehrt und zeigt, dass es wichtig ist.

Der Verein hält die Tradition des gemeinsamen Sommerfests seit vielen Jahren hoch.
Auch im Streit versucht Maria, ihre Ruhe zu wahren.