Ein gesetzlich geregeltes Verfahren für eine Person oder ein Unternehmen, das seine Schulden nicht mehr bezahlen kann. Ziel ist es, die Gläubiger bestmöglich zu befriedigen, entweder durch Sanierung oder durch Auflösung des Unternehmens.
beispiel
Nach wochenlangen Verhandlungen musste die Fluggesellschaft schließlich ein Insolvenzverfahren beantragen.
Tipps
Wortzusammensetzung
Dieses lange Wort lässt sich leicht verstehen, wenn man es zerlegt: Es besteht aus „die Insolvenz“ (Zahlungsunfähigkeit) und „das Verfahren“ (Prozess). Das „-s-“ dazwischen ist ein Fugenlaut, der die beiden Teile verbindet.
BEISPIEL
Das gerichtliche Verfahren kann mehrere Jahre dauern.
Typische Verben
Für die korrekte Verwendung sind bestimmte Verben wichtig. Ein Unternehmen kann ein Insolvenzverfahren „beantragen“ oder „anmelden“. Das Gericht kann es „eröffnen“ oder „einleiten“.
BEISPIEL
Die Baufirma musste letzte Woche ein Insolvenzverfahren anmelden.
Wortfamilie
Das Wort gehört zu einer Familie von Begriffen rund um die Zahlungsunfähigkeit. Dazu gehören das Adjektiv „insolvent“ (zahlungsunfähig) und das Nomen „die Insolvenz“ (die Zahlungsunfähigkeit selbst).
BEISPIEL
Wenn eine Firma ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen kann, ist sie insolvent.
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Insolvenzverfahren vs Insolvenz
„die Insolvenz“ und „das Insolvenzverfahren“ gehören eng zusammen, meinen aber nicht genau dasselbe. „Insolvenz“ beschreibt den Zustand: Eine Person oder ein Unternehmen kann die Schulden nicht mehr bezahlen und das wird rechtlich festgestellt. „Insolvenzverfahren“ meint den geregelten Ablauf danach oder dabei, also das Verfahren vor Gericht mit bestimmten Schritten und Regeln. Die Wörter sind verwechselbar, weil in Nachrichten oft beide zusammen vorkommen. Einfach gesagt: Insolvenz ist die finanzielle und rechtliche Situation, Insolvenzverfahren ist der Prozess, der damit umgeht.
Insolvenzverfahren
Am Montag beginnt das Insolvenzverfahren vor dem Gericht.
Insolvenz
Die Insolvenz des Unternehmens war für viele Mitarbeiter ein Schock.