Jemanden oder etwas für die eigenen Zwecke missbrauchen oder einsetzen, oft auf eine manipulative Weise, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.
beispiel
Die Opposition warf der Regierung vor, die Flüchtlingskrise für ihre politischen Ziele zu instrumentalisieren.
Tipps
Wortaufbau
Das Wort enthält den Stamm „Instrument“. Die Endung „-isieren“ macht daraus ein Verb mit der Bedeutung „etwas als Instrument benutzen“. Es beschreibt also, wie etwas zum Werkzeug für einen bestimmten Zweck gemacht wird.
BEISPIEL
Man sollte Kinder nicht für die eigenen politischen Ansichten instrumentalisieren.
Satzbau und Verwendung
Die typische Struktur ist: Jemand (Subjekt) instrumentalisiert jemanden/etwas (Akkusativobjekt) für einen Zweck (Präpositionalobjekt mit „für“).
BEISPIEL
Er hat seine Krankheit für mehr Aufmerksamkeit instrumentalisiert.
Register und Kontext
Dieses Wort gehört zur gehobenen Sprache und wird hauptsächlich in politischen, medialen oder soziologischen Diskussionen verwendet. Im normalen Alltag ist es eher selten.
BEISPIEL
In der Debatte wurde kritisiert, dass historische Ereignisse instrumentalisiert werden.
Vergleichen mit
near_synonym
instrumentalisieren vs benutzen
„benutzen“ und „instrumentalisieren“ können beide negativ sein, wenn jemand eine Person nur für eigene Ziele einsetzt. „benutzen“ ist dabei einfacher und allgemeiner. Es kann auch neutral sein, aber bei Personen klingt es oft unfair. „instrumentalisieren“ ist genauer und meist formeller: Es betont, dass jemand Menschen, Gefühle oder ein Thema gezielt als Mittel benutzt, oft auf manipulative Weise. In Alltagssprache sagt man eher „jemanden benutzen“. In Politik, Medien oder Arbeit passt „instrumentalisieren“ oft besser.
instrumentalisieren
Ich finde es falsch, wenn man die Angst der Mitarbeiter für eigene Ziele instrumentalisiert.
benutzen
Frau Meier hat gemerkt, dass ihr Kollege sie nur benutzt hat.