
Kohl
Umgangssprachlich und sehr selten für „Unsinn“ oder „wertloses Gerede“. Wird als Prädikativ verwendet und leitet sich vom Substantiv „der Kohl“ im Sinne von „dummes Zeug“ ab.
Was er da erzählt, ist doch alles Kohl.
Kohl
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Umgangssprachlich und sehr selten für „Unsinn“ oder „wertloses Gerede“. Wird als Prädikativ verwendet und leitet sich vom Substantiv „der Kohl“ im Sinne von „dummes Zeug“ ab.
Was er da erzählt, ist doch alles Kohl.
Dieses Wort wird ausschließlich prädikativ verwendet, das heißt nach einem Verb wie „sein“. Es wird nie vor ein Nomen gestellt und auch nicht dekliniert.
Seine Ausrede ist doch Kohl.
Der Ausdruck ist stark umgangssprachlich und wird heute nur noch selten gebraucht. Man sollte ihn kennen, um ihn zu verstehen, aber er kann in der eigenen Sprache altmodisch wirken.
Glaub ihm kein Wort, der redet nur Kohl.
Die Bedeutung „Unsinn“ leitet sich vom Substantiv „der Kohl“ ab, das neben dem Gemüse auch „dummes Gerede“ bedeuten kann. Die Wendung „Kohl reden“ ist dafür ein typisches Beispiel.
Hör auf, solchen Kohl zu erzählen!
Quatsch und Kohl können umgangssprachlich eine Aussage als Unsinn abwerten. Quatsch ist dafür im heutigen Deutsch eine normale Wahl. Kohl in dieser Bedeutung ist dagegen sehr selten und wirkt ungebräuchlich; Lernende sollten im Alltag deshalb meist Quatsch verwenden.

In einem seltenen älteren Ausdruck heißt es: „Was Paul über den Unfall erzählt, ist doch Kohl.“
Was Paul über den Unfall erzählt, ist doch Quatsch.