
kratzen
Mit den Fingernägeln oder einem spitzen Gegenstand über die Haut reiben, oft weil es juckt.
Der Mückenstich juckt so sehr, ich muss mich ständig kratzen.
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Mit den Fingernägeln oder einem spitzen Gegenstand über die Haut reiben, oft weil es juckt.
Der Mückenstich juckt so sehr, ich muss mich ständig kratzen.

Eine oberflächliche Schramme oder Rille auf einer Oberfläche verursachen.
Sei vorsichtig, dass du mit dem Schlüssel nicht den Lack vom Auto kratzt.

Ein raues, irritierendes Gefühl im Hals haben, oft als Anzeichen einer Erkältung.
Mein Hals kratzt, ich glaube, ich werde krank.

Ein raues, unangenehmes Geräusch erzeugen, das durch Reibung entsteht.
Die Kreide kratzte furchtbar auf der Tafel.

Den Ruf, das Ansehen oder die Autorität von jemandem oder etwas beschädigen oder infrage stellen.
Der Skandal hat stark an seinem Image als ehrlicher Politiker gekratzt.

Umgangssprachlich für jemanden nicht interessieren oder ihm gleichgültig sein.
Ob er kommt oder nicht, das kratzt mich überhaupt nicht.
Wenn man sich selbst an einer juckenden Stelle reibt, wird „kratzen“ oft reflexiv verwendet: „sich kratzen“. Man kann auch den Körperteil als direktes Objekt hinzufügen: „sich den Arm kratzen“.
Hör auf, dich ständig zu kratzen, du machst die Haut kaputt!
Um ein raues Gefühl im Hals zu beschreiben, wird „kratzen“ oft unpersönlich mit „es“ oder mit „der Hals“ als Subjekt verwendet. Die Person spürt das Kratzen, führt es aber nicht aktiv aus.
Es kratzt mir im Hals, ich sollte einen Tee trinken.
In der übertragenen Bedeutung „Ansehen beschädigen“ steht „kratzen“ immer mit der Präposition „an“ gefolgt vom Dativ. Man kratzt „an“ dem Image oder Ruf von jemandem.
Diese Affäre könnte empfindlich an seinem Ruf als zuverlässiger Partner kratzen.
Die umgangssprachliche Wendung „Das kratzt mich nicht“ bedeutet „Das ist mir egal“. Die Person, der etwas egal ist, steht dabei immer im Akkusativ.
Seine Meinung kratzt mich nicht im Geringsten.
Die Redewendung „jemanden nicht kratzen“ ist klar der Umgangssprache zuzuordnen. In formellen Situationen oder in der Schriftsprache würde man andere Ausdrücke verwenden.
Was die anderen über mein Hobby denken, kratzt mich ehrlich gesagt nicht.
Wenn „kratzen“ eine Beschädigung beschreibt, ist das Objekt oft eine empfindliche Oberfläche. Typische Objekte sind Lack, eine CD, eine Brille oder Möbel.
Pass auf, dass du mit deiner Tasche nicht die frisch gestrichene Wand kratzt.
Sowohl „interessieren“ als auch „kratzen“ können ausdrücken, dass jemandem etwas gleichgültig ist. „Das interessiert mich nicht“ ist neutral, während „Das kratzt mich nicht“ deutlich umgangssprachlich klingt. In sachlichen Situationen passt daher meist „interessieren“ besser.

Die Änderung kratzt mich nicht, sagte Lea locker zu ihren Freunden.
Die Änderung interessiert mich nicht, sagte Lea sachlich zu ihrer Chefin.