kühlen
Etwas kalt machen oder seine Temperatur senken.
Wir sollten die Getränke für die Party im Kühlschrank kühlen.

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Etwas kalt machen oder seine Temperatur senken.
Wir sollten die Getränke für die Party im Kühlschrank kühlen.

Das Verb „kühlen“ ist direkt vom Adjektiv „kühl“ abgeleitet. Es beschreibt die Handlung, etwas oder sich selbst kühl zu machen.
Eine kühle Brise wehte vom Meer herüber.
Wenn eine Person ihren eigenen Körper abkühlt, wird das Verb reflexiv gebraucht: „sich kühlen“. Das Reflexivpronomen (sich, mich, dich etc.) ist hier notwendig.
Nach dem langen Lauf kühlte ich mich unter der kalten Dusche.
Die Redewendung „sein Mütchen an jemandem kühlen“ ist eine feste Einheit. Sie bedeutet, seinen Ärger an einer Person auszulassen. Die Person, die den Ärger abbekommt, steht immer mit der Präposition „an“ im Dativ.
Er war wütend auf seinen Lehrer und kühlte sein Mütchen an seinem kleinen Bruder.
Im medizinischen Kontext wird „kühlen“ oft mit Körperteilen oder Verletzungen kombiniert. Typisch sind „den Knöchel kühlen“, „eine Schwellung kühlen“ oder „die Wunde kühlen“.
Der Arzt sagte, ich solle das Knie regelmäßig kühlen.
„kühlen“ und „auslassen“ sind hier nur in einer festen Wendung ähnlich: „sein Mütchen an jemandem kühlen“ bedeutet ungefähr, seinen Ärger an jemandem auszulassen. Beide Ausdrücke beschreiben also, dass jemand negative Gefühle an einer anderen Person abreagiert, oft an jemandem, der nichts dafür kann. Der Unterschied ist wichtig: „auslassen“ kann man in dieser Bedeutung direkt mit „Ärger“ oder „Frust“ benutzen. „kühlen“ hat diese Bedeutung nicht allein, sondern nur in der Wendung „sein Mütchen an jemandem kühlen“. Lernende könnten die Wörter verwechseln, wenn sie die feste Wendung nicht erkennen. Im Alltag ist „seinen Ärger an jemandem auslassen“ viel direkter und verständlicher.

Nach dem Streit kühlte der Chef sein Mütchen an seinem Assistenten.
Bitte lass deinen Ärger nicht an den Kindern aus.