
lassen
Jemandem erlauben oder gestatten, etwas zu tun.
Meine Eltern lassen mich am Wochenende mit Freunden ausgehen.
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Jemandem erlauben oder gestatten, etwas zu tun.
Meine Eltern lassen mich am Wochenende mit Freunden ausgehen.

Veranlassen, dass etwas von einer anderen Person getan wird. Man macht es nicht selbst.
Ich muss meine Haare schneiden lassen.

Etwas an einem Ort zurücklassen oder nicht mitnehmen.
Ich habe meinen Regenschirm im Büro gelassen.

Aufhören, etwas zu tun; eine Handlung unterlassen. Oft als Aufforderung verwendet.
Lass das, du machst alles kaputt!

In Verbindung mit einem Infinitiv drückt es eine Möglichkeit aus, ähnlich wie eine Passiv-Konstruktion mit 'können'.
Die Tür lässt sich nicht öffnen.

Etwas in einem bestimmten Zustand belassen oder nicht verändern.
Lass das Fenster bitte offen, es ist so warm hier drin.

Eine feste Wendung, die bedeutet, jemanden nicht zu stören oder zu belästigen.
Bitte lass mich in Ruhe, ich muss mich konzentrieren.
In vielen seiner Bedeutungen wird „lassen“ wie ein Modalverb benutzt und steht mit einem zweiten Verb im Infinitiv. Dieses zweite Verb steht immer am Ende des Satzes oder Teilsatzes.
Ich lasse mein Fahrrad in der Werkstatt reparieren.
Wenn „lassen“ mit einem zweiten Verb im Perfekt steht, wird eine besondere Form gebildet: „haben“ + Infinitiv + Infinitiv von „lassen“. Diese Konstruktion wird „Ersatzinfinitiv“ oder „doppelter Infinitiv“ genannt.
Sie hat mich eine Stunde warten lassen.
Der Kontext entscheidet, ob „lassen“ „erlauben“ oder „veranlassen“ bedeutet. Geht es um den Wunsch einer Person, ist es oft „erlauben“. Geht es um eine bezahlte Dienstleistung, ist es „veranlassen“.
Der Lehrer lässt die Schüler im Unterricht diskutieren.
In der Bedeutung „zurücklassen“ oder „nicht mitnehmen“ steht „lassen“ allein, ohne ein zweites Verb im Infinitiv. Das Perfekt wird hier regulär mit „hat gelassen“ gebildet.
Oh nein, ich habe mein Handy im Auto gelassen!
Die Konstruktion „sich lassen“ + Infinitiv ist eine häufige Alternative zum Passiv mit „können“. Sie drückt aus, dass etwas möglich ist oder getan werden kann.
Der Fleck lässt sich nicht entfernen.
Die Bedeutung „veranlassen“ wird sehr oft für Dienstleistungen verwendet, die man nicht selbst ausführt. Typische Beispiele sind „sich die Haare schneiden lassen“ oder „das Auto waschen lassen“.
Alle zwei Jahre lasse ich meine Augen vom Arzt kontrollieren.
Im Imperativ wird „Lass das!“ oder „Lass das sein!“ als klare Aufforderung benutzt, mit einer bestimmten Handlung sofort aufzuhören.
Lass das, der Hund hat Angst vor dir!
Lassen kann ausdrücken, dass man etwas in einem bestimmten Zustand nicht verändert, etwa einen Ausgang offen lässt. Überlassen steht in der festen Verbindung etwas dem Zufall überlassen und bedeutet, bewusst nicht zu planen oder zu kontrollieren. In dieser Verbindung erhält der Zufall den Dativ.

Wir lassen den Ausgang des Abends offen und machen keinen festen Plan.
Wir überlassen den Ausgang des Abends dem Zufall und machen keinen festen Plan.