
überlassen
Jemandem etwas zur Nutzung, Verfügung oder als Eigentum geben, oft ohne direkte Gegenleistung.
Er hat mir sein altes Fahrrad überlassen.
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Jemandem etwas zur Nutzung, Verfügung oder als Eigentum geben, oft ohne direkte Gegenleistung.
Er hat mir sein altes Fahrrad überlassen.

Jemand anderem die Verantwortung für eine Entscheidung oder Aufgabe geben.
Ich überlasse dir die Wahl des Films für heute Abend.

Alleine und ohne Hilfe, Aufsicht oder Unterstützung sein.
Die Kinder waren den ganzen Nachmittag sich selbst überlassen.

Etwas nicht planen oder kontrollieren, sondern es einfach geschehen lassen.
Bei einem so wichtigen Projekt sollten wir nichts dem Zufall überlassen.
„Überlassen“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „über-“ wird nicht vom Verb getrennt und ist unbetont. Sie bleibt in allen Satzformen fest mit dem Verb verbunden.
Sie hat mir ihre alten Bücher überlassen.
„Überlassen“ wird typischerweise mit einer Person im Dativ und einer Sache im Akkusativ verwendet. Die Struktur lautet: Jemand (Nominativ) überlässt jemandem (Dativ) etwas (Akkusativ).
Mein Vater überlässt mir für das Wochenende sein Auto.
Wenn man jemandem die Verantwortung für eine Handlung übergibt, wird oft die Struktur „es jemandem überlassen, zu + Infinitiv“ verwendet. Das „es“ ist hier ein Platzhalter für die folgende Infinitivkonstruktion.
Ich überlasse es dir, zu entscheiden, wohin wir essen gehen.
Die Wendung „sich selbst überlassen sein“ ist reflexiv und wird mit dem Verb „sein“ gebildet. Das Reflexivpronomen passt sich an die Person an, die allein gelassen wird.
Nach dem Stromausfall waren die Bewohner der kleinen Insel sich selbst überlassen.
Der Ausdruck „etwas dem Zufall überlassen“ ist eine feste Wendung. „Dem Zufall“ steht hier immer im Dativ. Man kann die Wendung auch verneinen, um auszudrücken, dass man etwas sorgfältig plant.
Bei der Sicherheit sollten wir nichts dem Zufall überlassen.
Geben beschreibt allgemein, dass ein Gegenstand in die Hand oder den Besitz einer Person kommt. Überlassen betont stärker, dass diese Person den Gegenstand nutzen oder darüber verfügen darf; ob sie ihn dauerhaft behält, ergibt sich aus dem Kontext.

Für den Nachmittag überlasse ich dir mein Fahrrad.
Für den Nachmittag gebe ich dir mein Fahrrad.