
die Lektüre
Das Lesematerial selbst; ein Text, ein Buch oder ein Artikel, der gelesen wird oder zum Lesen bestimmt ist.
Für den Urlaub habe ich mir eine leichte Lektüre eingepackt.
Lektüre
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Das Lesematerial selbst; ein Text, ein Buch oder ein Artikel, der gelesen wird oder zum Lesen bestimmt ist.
Für den Urlaub habe ich mir eine leichte Lektüre eingepackt.

Der Vorgang des Lesens; die Beschäftigung mit einem Text.
Er war so in die Lektüre des Buches vertieft, dass er die Zeit vergaß.
Achtung, „die Lektüre“ bedeutet nicht „lecture“ (eine Vorlesung an der Universität). Es bedeutet „das Lesen“ oder „der Lesestoff“. Eine universitäre „lecture“ heißt auf Deutsch „die Vorlesung“.
Als Lektüre für den Flug habe ich mir einen Krimi gekauft.
Man unterscheidet die zwei Bedeutungen am Gebrauch: Wenn „Lektüre“ das Material meint, kann es einen Plural haben und wird oft mit Adjektiven wie „leichte“ oder „spannende“ beschrieben. Wenn es den Vorgang des Lesens meint, steht es immer im Singular und oft mit Präpositionen wie „bei der“ oder „nach der“.
Diese Zeitschrift ist eine unterhaltsame Lektüre für zwischendurch.
„Lektüre“ ist ein eher formelles oder bildungssprachliches Wort. Im Alltag würde man oft einfach „das Buch“ oder „das Lesen“ sagen.
Der Professor empfahl uns eine interessante Lektüre zum Thema.
Wenn „Lektüre“ das Lesematerial bezeichnet, wird es oft näher bestimmt: „leichte Lektüre“ (einfach zu lesen), „schwere Lektüre“ (anspruchsvoll) oder „die Pflichtlektüre“ (im Studium oder in der Schule).
Goethes „Faust“ ist in vielen deutschen Schulen Pflichtlektüre.
Lesen und die Lektüre bezeichnen beide die Beschäftigung mit einem Text. Lesen ist das neutrale, alltägliche Verb, während die Lektüre den Vorgang schriftsprachlicher und oft etwas anspruchsvoller rahmt. Verwende lesen im normalen Gespräch und Lektüre in einem gehobeneren oder bildungsbezogenen Zusammenhang.

Die Lektüre des anspruchsvollen Artikels gehört zur Vorbereitung auf das Seminar.
Ich lese den Artikel heute Abend in Ruhe.