das Märchen
Eine traditionelle, oft fantastische Erzählung mit magischen Wesen und Wundern, die meist mündlich überliefert wurde. Typische Beispiele sind die Geschichten der Brüder Grimm.
Meine Oma hat mir früher jeden Abend ein Märchen vorgelesen.

Märchen
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Eine traditionelle, oft fantastische Erzählung mit magischen Wesen und Wundern, die meist mündlich überliefert wurde. Typische Beispiele sind die Geschichten der Brüder Grimm.
Meine Oma hat mir früher jeden Abend ein Märchen vorgelesen.

Das Wort „Märchen“ ist eine Verkleinerungsform. Es kommt vom alten Wort „die Mär“, was „Kunde“ oder „Erzählung“ bedeutet. Ein „Märchen“ ist also wörtlich eine „kleine Erzählung“.
Die alte Mär von den tapferen Rittern wird heute kaum noch erzählt.
Im Kontext von traditionellen Geschichten wird „Märchen“ oft mit Verben wie „vorlesen“, „erzählen“ oder „sammeln“ verwendet. Eine sehr bekannte Verbindung sind „die Märchen der Brüder Grimm“.
Der Vater erzählt seinen Kindern jeden Abend ein Märchen.
Die Bedeutung „Lüge“ erkennt man oft am negativen oder skeptischen Ton. Die feste Wendung „Erzähl mir keine Märchen!“ bedeutet immer „Hör auf, mich anzulügen!“.
Er behauptet, er hätte alles allein geschafft, aber das ist doch ein Märchen.
„die Geschichte“ und „das Märchen“ können beide eine Erzählung sein. „Geschichte“ ist der allgemeine Begriff: Sie kann wahr oder erfunden sein und viele Formen haben. „Märchen“ ist spezieller: Es ist oft traditionell, fantastisch und enthält zum Beispiel Wunder, Prinzessinnen oder magische Wesen. Außerdem kann „Märchen“ abwertend eine unwahre Geschichte oder Ausrede meinen. Lernende können die Wörter verwechseln, weil jedes Märchen eine Geschichte ist, aber nicht jede Geschichte ein Märchen. Für eine normale Erzählung nimm „Geschichte“; bei Magie, Tradition oder einer Lüge passt „Märchen“.

Die Kinder hören ein Märchen von einem König und einem sprechenden Tier.
Beim Frühstück erzählt er seinen Eltern eine lustige Geschichte aus der Schule.