
das Märchen
Eine traditionelle, oft fantastische Erzählung mit magischen Wesen und Wundern, die meist mündlich überliefert wurde. Typische Beispiele sind die Geschichten der Brüder Grimm.
Meine Oma hat mir früher jeden Abend ein Märchen vorgelesen.
Märchen
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Eine traditionelle, oft fantastische Erzählung mit magischen Wesen und Wundern, die meist mündlich überliefert wurde. Typische Beispiele sind die Geschichten der Brüder Grimm.
Meine Oma hat mir früher jeden Abend ein Märchen vorgelesen.

Eine unwahre Geschichte oder eine Lüge, die jemand erzählt, um andere zu täuschen oder eine Ausrede zu finden. Wird oft abwertend verwendet.
Erzähl mir keine Märchen, ich weiß genau, dass du nicht krank warst!
Das Wort „Märchen“ ist eine Verkleinerungsform. Es kommt vom alten Wort „die Mär“, was „Kunde“ oder „Erzählung“ bedeutet. Ein „Märchen“ ist also wörtlich eine „kleine Erzählung“.
Die alte Mär von den tapferen Rittern wird heute kaum noch erzählt.
Im Kontext von traditionellen Geschichten wird „Märchen“ oft mit Verben wie „vorlesen“, „erzählen“ oder „sammeln“ verwendet. Eine sehr bekannte Verbindung sind „die Märchen der Brüder Grimm“.
Der Vater erzählt seinen Kindern jeden Abend ein Märchen.
Die Bedeutung „Lüge“ erkennt man oft am negativen oder skeptischen Ton. Die feste Wendung „Erzähl mir keine Märchen!“ bedeutet immer „Hör auf, mich anzulügen!“.
Er behauptet, er hätte alles allein geschafft, aber das ist doch ein Märchen.
Ein Märchen und eine Ausrede können beide eine unwahre Erklärung sein. Märchen betont die ausgedachte, unglaubwürdige Geschichte, während Ausrede den Zweck hervorhebt, ein Fehlverhalten oder Versäumnis zu rechtfertigen. Nenne die erfundene Geschichte ein „Märchen“, die vorgeschobene Begründung eine „Ausrede“.

Er erzählte dem Chef ein Märchen, um sein Fehlen zu rechtfertigen.
Seine Ausrede für das Fehlen überzeugte den Chef nicht.