Ein historischer Adelstitel für den Herrscher einer Mark, eines Grenzgebiets eines Reiches. Sein Rang lag typischerweise zwischen dem eines Grafen und dem eines Herzogs.
beispiel
Der Markgraf von Brandenburg hatte eine wichtige politische Stellung im Heiligen Römischen Reich.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort „Markgraf“ setzt sich aus „die Mark“ und „der Graf“ zusammen. Eine „Mark“ war im Mittelalter ein Grenzgebiet eines Reiches. Der Markgraf war also wörtlich der „Graf der Grenze“.
BEISPIEL
Ein Markgraf hatte die Aufgabe, die Grenzen des Reiches zu verteidigen.
Historischer Kontext
Dieser Adelstitel ist rein historisch und wird heute nicht mehr verwendet. Man findet ihn fast ausschließlich in Texten über das europäische Mittelalter und die frühe Neuzeit.
BEISPIEL
Im Geschichtsunterricht haben wir über die Rolle der Markgrafen gelernt.
Wortfamilie
Das Wort gehört zur Familie der Adelstitel. Das Grundwort „Graf“ ist darin enthalten. Der Rang eines Markgrafen war höher als der eines einfachen Grafen, da er oft mehr militärische und politische Verantwortung trug.
BEISPIEL
Der Titel des Markgrafen war mit großem Ansehen verbunden.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Markgraf vs Graf
„der Graf“ und „der Markgraf“ sind ähnliche Adelstitel, aber sie sind nicht gleich. Ein Graf ist ein allgemeiner Adelstitel. Ein Markgraf war historisch ein besonderer Graf, der über eine Mark, also ein Grenzgebiet, herrschte. Deshalb kann „Markgraf“ genauer sein, wenn es um Geschichte und ein bestimmtes Gebiet an der Grenze geht. Verwechseln kann man die Wörter, weil in „Markgraf“ das Wort „Graf“ steckt.
Markgraf
Der Markgraf schützte früher ein Grenzgebiet des Reiches.
Graf
In der Führung erzählte die Historikerin von einem Grafen aus dem 18. Jahrhundert.