(Abwertend) Beschreibt eine Person oder Sache, die gerne etwas wäre (z.B. ein Künstler, intellektuell, exklusiv), aber nicht die nötigen Fähigkeiten oder Eigenschaften dafür besitzt und oft prätentiös wirkt.
beispiel
Er ist nur ein Möchtegern-Künstler, der große Reden schwingt, aber nie etwas fertigstellt.
Tipps
Wortaufbau
Das Wort „möchtegern“ entsteht direkt aus dem Wunsch „ich möchte gern ... sein“. Es beschreibt also jemanden, der gerne etwas wäre, es aber nicht ist.
BEISPIEL
Er wäre gern ein berühmter Schauspieler, aber er ist nur ein Möchtegern.
Satzbau und Verwendung
„Möchtegern“ wird fast immer als eine Art Präfix vor einem Nomen verwendet, oft mit einem Bindestrich (z.B. „Möchtegern-Star“). Es wird nicht dekliniert und steht normalerweise nicht allein am Satzende.
BEISPIEL
Die Band besteht aus ein paar Möchtegern-Rockstars.
Stark abwertend
Dieses Wort hat eine sehr negative und spöttische Konnotation. Es ist eine Beleidigung, die einer Person unterstellt, dass sie nur so tut, als ob sie etwas kann oder ist.
BEISPIEL
Nenn ihn nicht einen Dichter, er ist nur ein Möchtegern.
Vergleichen mit
confusable
möchtegern vs angeblich
„angeblich“ und „möchtegern“ können beide ausdrücken, dass etwas nicht echt oder nicht überzeugend wirkt. Der Unterschied ist aber wichtig. „Angeblich“ benutzt man, wenn etwas behauptet wird, man es aber nicht sicher weiß oder daran zweifelt. „Möchtegern“ beschreibt abwertend eine Person oder Sache, die gern etwas Besonderes wäre, aber nicht wirklich so wirkt. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide Distanz oder Zweifel zeigen. Merke: „angeblich“ passt zu einer unsicheren Behauptung, „möchtegern“ zu einer kritischen Bewertung.
möchtegern
Auf der Feier hat ein Möchtegern-Künstler sehr laut über seine großen Pläne gesprochen.
angeblich
Die angebliche Expertin hat keine Beweise für ihre Aussage gezeigt.