nagen
Mit den Zähnen wiederholt an etwas Hartem schaben oder kleine Stücke davon abbeißen, wie es für Nagetiere typisch ist.
Die Maus nagt ein Loch in die Holzwand.

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Mit den Zähnen wiederholt an etwas Hartem schaben oder kleine Stücke davon abbeißen, wie es für Nagetiere typisch ist.
Die Maus nagt ein Loch in die Holzwand.

Das Verb „nagen“ wird fast immer mit der Präposition „an“ und dem Dativ verwendet. Das gilt sowohl für die wörtliche als auch für die übertragene Bedeutung.
Der Hund nagt an einem alten Knochen.
Das Verb „nagen“ ist das Grundwort für das Nomen „der Nager“. Es beschreibt die typische Handlung dieses Tieres.
Man hört, wie die Mäuse auf dem Dachboden nagen.
Ob „nagen“ wörtlich oder übertragen gemeint ist, erkennst du am Subjekt. Ist das Subjekt ein Tier, ist es wörtlich. Ist das Subjekt ein Gefühl oder eine abstrakte Idee (z.B. Zweifel, Hunger, Gewissen), ist es übertragen gemeint.
Der Biber nagt an einem Baumstamm.
In der übertragenen Bedeutung wird „nagen“ oft mit negativen Gefühlen und Zuständen verbunden. Typische Subjekte sind „der Zweifel“, „die Sorge“, „das Gewissen“ oder „der Hunger“.
Die Sorge um ihre Zukunft nagt an den Studenten.
Die Redewendung „am Hungertuch nagen“ ist eine feste Einheit. Sie bedeutet, sehr arm zu sein und wird immer in dieser Form verwendet.
In den Kriegsjahren mussten viele Menschen am Hungertuch nagen.
„quälen“ und „nagen“ können beide innere Unruhe oder Sorgen beschreiben. „quälen“ sagt direkt, dass etwas jemanden stark belastet. „nagen“ ist bildlicher: Ein Gefühl oder ein Zweifel wirkt langsam weiter und lässt jemanden nicht los. Typisch sagt man „Zweifel nagen an jemandem“ oder „Sorgen nagen an jemandem“. Wenn die Belastung stark und direkt im Vordergrund steht, passt „quälen“. Wenn sie leise, aber dauerhaft wirkt, klingt „nagen“ natürlicher.

Seit der Absage nagen Zweifel an Max, obwohl er sich gut vorbereitet hatte.
Nach dem Streit quälte sie der Gedanke, ihre Freundin verletzt zu haben.