
jemanden plagen
Jemandem körperliche oder seelische Schmerzen, Sorgen oder Unannehmlichkeiten bereiten. Oft im Zusammenhang mit Hunger, Durst, Krankheit, Angst oder einem schlechten Gewissen verwendet.
Seit Tagen plagen ihn starke Kopfschmerzen.
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Jemandem körperliche oder seelische Schmerzen, Sorgen oder Unannehmlichkeiten bereiten. Oft im Zusammenhang mit Hunger, Durst, Krankheit, Angst oder einem schlechten Gewissen verwendet.
Seit Tagen plagen ihn starke Kopfschmerzen.

Sich sehr anstrengen oder abmühen, um eine schwere oder unangenehme Arbeit zu erledigen.
Er musste sich den ganzen Tag auf dem Feld plagen.

Jemanden durch ständiges Bitten, Fragen oder Fordern belästigen und nerven.
Die Kinder plagen ihre Mutter, weil sie ein Eis wollen.
Das Verb „plagen“ gehört zum Nomen „die Plage“. Beide Wörter beschreiben eine Situation, die Leid, Mühe oder große Unannehmlichkeiten verursacht.
Die Hitze in der Stadt ist eine Plage.
In dieser Bedeutung ist das Subjekt des Satzes meist ein abstraktes Gefühl oder ein Zustand (z.B. Hunger, Sorgen, Schmerzen). Die Person, die leidet, steht im Akkusativ.
Das schlechte Gewissen plagte ihn die ganze Nacht.
In der Bedeutung „sich abmühen“ wird das Verb immer reflexiv verwendet: „sich plagen“. Oft folgt eine Beschreibung der schweren Tätigkeit, eingeleitet mit „mit“.
Sie plagt sich jeden Tag mit schweren Kisten bei der Arbeit.
Während bei seelischen Schmerzen ein Gefühl eine Person plagt, ist es in dieser Bedeutung eine Person, die eine andere Person plagt. Der Kontext macht den Unterschied klar.
Mein kleiner Sohn plagt mich schon den ganzen Morgen, weil er fernsehen will.
Beide Wörter können ausdrücken, dass jemand durch wiederholte Bitten, Fragen oder Forderungen gestört wird. „Belästigen“ ist dafür der allgemeinere Ausdruck. „Plagen“ betont besonders das ständige Nerven und die Hartnäckigkeit. Bei einer allgemeinen unerwünschten Störung passt „belästigen“, bei fortgesetztem Bitten oder Fordern auch „plagen“.

Die Kinder plagten den Nachbarn den ganzen Nachmittag mit ihren Forderungen.
Die Kinder belästigten den Nachbarn immer wieder mit ihren Fragen.