
nahen
Sich zeitlich oder räumlich nähern; näher kommen. Wird oft in einer gehobenen oder literarischen Sprache verwendet.
Der Abschied naht und wir werden uns bald für lange Zeit nicht sehen.
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Sich zeitlich oder räumlich nähern; näher kommen. Wird oft in einer gehobenen oder literarischen Sprache verwendet.
Der Abschied naht und wir werden uns bald für lange Zeit nicht sehen.

Sich einer Person oder einer Sache annähern. Diese Form ist ebenfalls eher gehoben oder veraltet.
Langsam nahte er sich dem schlafenden Löwen.
Das Verb „nahen“ leitet sich direkt vom Adjektiv „nah“ ab. Es beschreibt den Prozess, dass etwas „nah“ wird oder näher kommt.
Das Unwetter ist schon sehr nah.
„Nahen“ ist ein Wort der Schriftsprache und wird oft in literarischen oder poetischen Texten verwendet. Im normalen Alltagsgespräch klingt es sehr formell oder altmodisch.
Der Frühling naht und die Tage werden länger.
Häufig wird „nahen“ mit zeitlichen Begriffen oder wichtigen Ereignissen als Subjekt verwendet. Typisch sind: „das Ende naht“, „der Winter naht“ oder „die Entscheidung naht“.
Das Ende des Jahres naht mit großen Schritten.
Die reflexive Form „sich nahen“ wird mit einem Dativobjekt verbunden. Es beschreibt, wem oder was man sich nähert.
Vorsichtig nahte sich die Katze dem fremden Hund.
Beide Verben können sagen, dass ein Unwetter oder eine Gefahr näher kommt. „Heranziehen“ beschreibt stärker die sich nähernde oder aufkommende Erscheinung. „Nahen“ betont eher, dass ihr Eintreten bevorsteht, und klingt außerdem gehobener. Für Wetterwarnungen ist „heranziehen“ meist die alltäglichere Wahl.

Ein schweres Unwetter naht, deshalb schließen wir die Fenster.
Ein schweres Unwetter zieht heran, deshalb schließen wir die Fenster.