nahen
Sich zeitlich oder räumlich nähern; näher kommen. Wird oft in einer gehobenen oder literarischen Sprache verwendet.
Der Abschied naht und wir werden uns bald für lange Zeit nicht sehen.

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Sich zeitlich oder räumlich nähern; näher kommen. Wird oft in einer gehobenen oder literarischen Sprache verwendet.
Der Abschied naht und wir werden uns bald für lange Zeit nicht sehen.

Das Verb „nahen“ leitet sich direkt vom Adjektiv „nah“ ab. Es beschreibt den Prozess, dass etwas „nah“ wird oder näher kommt.
Das Unwetter ist schon sehr nah.
„Nahen“ ist ein Wort der Schriftsprache und wird oft in literarischen oder poetischen Texten verwendet. Im normalen Alltagsgespräch klingt es sehr formell oder altmodisch.
Der Frühling naht und die Tage werden länger.
Häufig wird „nahen“ mit zeitlichen Begriffen oder wichtigen Ereignissen als Subjekt verwendet. Typisch sind: „das Ende naht“, „der Winter naht“ oder „die Entscheidung naht“.
Das Ende des Jahres naht mit großen Schritten.
Die reflexive Form „sich nahen“ wird mit einem Dativobjekt verbunden. Es beschreibt, wem oder was man sich nähert.
Vorsichtig nahte sich die Katze dem fremden Hund.
„vor der Tür stehen“ und „nahen“ können beide bedeuten, dass ein Ereignis bald kommt. „Vor der Tür stehen“ ist eine feste Redewendung und klingt im Alltag natürlich. „Nahen“ bedeutet ebenfalls „näher kommen“, besonders zeitlich, klingt aber gehoben oder literarisch. In normalen Gesprächen sagt man meistens „Die Prüfung steht vor der Tür“. „Die Prüfung naht“ versteht man auch, aber es klingt feierlicher oder schriftlicher.

Der Winter naht, und die Tage werden wieder kürzer.
Der Urlaub steht vor der Tür, deshalb packe ich schon meinen Koffer.