
jemanden/etwas heranziehen
Jemanden oder etwas für eine bestimmte Aufgabe, zurate ziehen oder als Grundlage für eine Entscheidung oder einen Vergleich verwenden.
Für die Studie wurden Daten aus dem Vorjahr herangezogen.
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Jemanden oder etwas für eine bestimmte Aufgabe, zurate ziehen oder als Grundlage für eine Entscheidung oder einen Vergleich verwenden.
Für die Studie wurden Daten aus dem Vorjahr herangezogen.

Sich nähern oder aufkommen. Wird häufig für Wetterphänomene oder abstrakte Gefahren verwendet.
Am Horizont zog ein Gewitter heran.

Ein Kind oder ein junges Tier aufziehen und erziehen.
Sie hat ihre beiden Söhne ganz allein herangezogen.

Etwas durch Ziehen näher zu sich holen.
Er zog den Stuhl an den Tisch heran.

Pflanzen kultivieren und zum Wachsen bringen.
Auf dem Balkon zieht sie ihre eigenen Kräuter heran.
„Heranziehen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „heran-“ steht im Hauptsatz am Ende, während sie im Nebensatz mit dem Verb verbunden bleibt.
Der Anwalt zog für den Fall einen Spezialisten heran.
Das Perfekt wird meistens mit „haben“ gebildet. Eine wichtige Ausnahme ist die Bedeutung „sich nähern“ (z.B. bei Wetter), hier wird „sein“ verwendet.
Sie hat ihre Kinder mit viel Liebe herangezogen.
In der Bedeutung „zurate ziehen“ oder „verwenden“ gehört das Wort eher zur formellen Schriftsprache und Fachsprache, zum Beispiel in wissenschaftlichen oder juristischen Texten.
Zur Bewertung werden die Ergebnisse des letzten Quartals herangezogen.
Häufig werden abstrakte Dinge wie „Daten“, „Informationen“, „Beispiele“ oder „Kriterien“ herangezogen. Oft wird auch eine Person als „Experte“ oder „Zeuge“ herangezogen.
Können Sie ein anderes Beispiel zur Erklärung heranziehen?
Diese Bedeutung beschreibt ein unpersönliches, oft langsames Näherkommen. Sie wird typischerweise für Wetterphänomene (Gewitter, Sturm) oder abstrakte Gefahren (Unheil) verwendet.
Die Kinder spielten draußen, obwohl dunkle Wolken heranzogen.
Wenn es um Pflanzen geht, wird „heranziehen“ oft mit „Gemüse“, „Kräuter“ oder „Setzlinge“ kombiniert. Es beschreibt den gesamten Prozess des Anbauens und Pflegens.
Er zieht auf seinem Fensterbrett Tomaten heran.
Beide Verben können sagen, dass ein Unwetter oder eine Gefahr näher kommt. „Heranziehen“ beschreibt stärker die sich nähernde oder aufkommende Erscheinung. „Nahen“ betont eher, dass ihr Eintreten bevorsteht, und klingt außerdem gehobener. Für Wetterwarnungen ist „heranziehen“ meist die alltäglichere Wahl.

Ein schweres Unwetter zieht heran, deshalb schließen wir die Fenster.
Ein schweres Unwetter naht, deshalb schließen wir die Fenster.