nass
Mit Wasser oder einer anderen Flüssigkeit bedeckt oder durchtränkt sein.
Meine Schuhe sind vom Regen komplett nass geworden.

Loading your saved state.
Mit Wasser oder einer anderen Flüssigkeit bedeckt oder durchtränkt sein.
Meine Schuhe sind vom Regen komplett nass geworden.

Das Adjektiv „nass“ gehört zur Wortfamilie um das Nomen „die Nässe“. Während „nass“ den Zustand beschreibt, bezeichnet „die Nässe“ die Flüssigkeit oder Feuchtigkeit selbst.
Wegen der Nässe auf dem Boden bin ich ausgerutscht.
Um zu betonen, dass etwas sehr nass ist, werden oft umgangssprachliche Verstärkungen wie „klatschnass“, „pitschnass“ oder „pudelnass“ verwendet.
Ich bin ohne Schirm in den Regen geraten und war danach klatschnass.
In Bezug auf das Wetter wird „nass“ oft mit „kalt“ zu „nasskalt“ kombiniert. Dieses Wort beschreibt unangenehmes, feuchtes und kaltes Wetter, das typisch für den Herbst oder Winter ist.
Bei diesem nasskalten Wetter möchte man am liebsten zu Hause bleiben.
Die umgangssprachliche Wendung „sich nass machen“ ist reflexiv und wird oft mit der Präposition „vor“ kombiniert, um den Grund der Angst zu nennen.
Er macht sich schon vor einer kleinen Prüfung fast nass.
Die Bedeutung „betrunken“ ist stark umgangssprachlich und wird heute seltener verwendet. Sie kommt meist in einem sehr informellen, mündlichen Kontext vor.
Nach zehn Bier war er ziemlich nass und konnte kaum noch gerade stehen.
„blau“ und „nass“ können umgangssprachlich beide bedeuten, dass jemand betrunken ist. „blau“ ist dafür deutlich bekannter und natürlicher. „nass“ in dieser Bedeutung klingt eher alt oder regional und kann leicht missverstanden werden, weil „nass“ normalerweise bedeutet, dass etwas voller Wasser ist. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide in der Umgangssprache mit Alkohol zu tun haben können. Im Alltag ist aber meist „blau“ die sicherere Wahl, wenn man betrunken meint.

Der alte Wirt sagte, der Gast sei gestern Abend völlig nass gewesen.
Nach der Feier war mein Bruder ziemlich blau.