notgedrungen
Aus einer Zwangslage heraus oder weil es keine andere Möglichkeit gibt; widerwillig, aber aus Notwendigkeit.
Da der letzte Zug bereits abgefahren war, musste er notgedrungen ein teures Taxi nehmen.

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Aus einer Zwangslage heraus oder weil es keine andere Möglichkeit gibt; widerwillig, aber aus Notwendigkeit.
Da der letzte Zug bereits abgefahren war, musste er notgedrungen ein teures Taxi nehmen.

Das Wort setzt sich aus „Not“ und „gedrungen“ (von „dringen“) zusammen. Es bedeutet also wörtlich, dass man durch eine Notlage zu etwas gedrängt oder gezwungen wird.
Er musste die Entscheidung aus reiner Not treffen, sie war also notgedrungen.
„Notgedrungen“ wird fast immer als Adverb verwendet, das ein Verb beschreibt. Eine Verwendung als Adjektiv direkt vor einem Nomen (z.B. „eine notgedrungene Reise“) ist sehr selten und klingt unnatürlich.
Da sein Auto kaputt war, fuhr er notgedrungen mit dem Fahrrad zur Arbeit.
Das Wort wird oft mit Verben kombiniert, die eine Entscheidung oder Handlung ausdrücken, der man widerwillig zustimmt. Typisch sind „notgedrungen akzeptieren“, „notgedrungen zustimmen“ oder „notgedrungen bleiben“.
Sie stimmte dem Kompromiss notgedrungen zu, obwohl sie nicht überzeugt war.
„wohl oder übel“ und „notgedrungen“ bedeuten sehr ähnlich: Man tut etwas, weil es keine bessere Möglichkeit gibt, auch wenn man es nicht gern tut. „wohl“ allein hat viele andere Bedeutungen, aber in der festen Wendung „wohl oder übel“ passt es zu „notgedrungen“. „wohl oder übel“ klingt etwas bildlicher und wird als ganze Wendung benutzt. „notgedrungen“ ist kürzer und passt gut, wenn man den Zwang oder die fehlende Wahl betonen möchte.

Heute rufst du notgedrungen den Kunden an, weil niemand sonst Zeit hat.
Wegen des Streiks muss mein Bruder wohl oder übel den frühen Bus nehmen.