
der Oberlehrer
Eine meist abwertende Bezeichnung für eine Person, die andere belehrend, pedantisch und von oben herab behandelt und stets alles besser zu wissen glaubt.
Hör auf, dich wie ein Oberlehrer aufzuführen, ich kann das schon allein!
Oberlehrer
Loading your saved state.

Eine meist abwertende Bezeichnung für eine Person, die andere belehrend, pedantisch und von oben herab behandelt und stets alles besser zu wissen glaubt.
Hör auf, dich wie ein Oberlehrer aufzuführen, ich kann das schon allein!

Eine historische Amtsbezeichnung für einen Lehrer an einer höheren Schule (Gymnasium), der in der Hierarchie über einem normalen Studienrat stand. Diese Bezeichnung ist heute im deutschen Schulsystem nicht mehr gebräuchlich.
Sein Großvater war noch ein preußischer Oberlehrer für die Fächer Latein und Geschichte.
Das Wort besteht aus „Ober-“ (was „über“ oder „höhergestellt“ bedeutet) und „Lehrer“. Diese Zusammensetzung erklärt sowohl die historische Bedeutung eines ranghöheren Lehrers als auch die heutige, abwertende Bedeutung einer Person, die sich über andere stellt.
Er hat immer einen Kommentar parat, ein echter Oberlehrer.
In der heutigen Alltagssprache wird „Oberlehrer“ fast ausschließlich negativ und abwertend verwendet. Es ist eine Beleidigung für jemanden, der sich belehrend und besserwisserisch verhält.
Sei doch nicht immer so ein Oberlehrer und lass mich meine eigenen Fehler machen.
Häufig wird das Wort in Vergleichen oder als Charakterisierung verwendet. Typische Formulierungen sind „sich aufführen wie ein Oberlehrer“ oder „ein Oberlehrer sein“.
Mein Kollege führt sich manchmal auf wie ein Oberlehrer.
Die historische, neutrale Bedeutung als Amtsbezeichnung ist heute sehr selten. Sie erkennen sie meist an Signalwörtern, die auf eine vergangene Zeit hinweisen, wie „früher“, „im 19. Jahrhundert“ oder „preußisch“.
In alten Dokumenten fand er heraus, dass sein Urgroßvater Oberlehrer an einem Gymnasium war.
Beide Wörter werten eine ungefragt belehrende Person ab. Oberlehrer betont stärker den herablassenden, pedantischen Ton gegenüber anderen; Besserwisser richtet den Blick stärker auf den Anspruch, immer mehr zu wissen und recht zu haben.

Benimm dich nicht wie ein Oberlehrer und korrigiere nicht jeden kleinen Fehler von oben herab.
Benimm dich nicht wie ein Besserwisser und behaupte nicht ständig, dass nur du recht hast.