Laut und gewalttätig sein, oft in einer Gruppe, und dabei Lärm verursachen oder Dinge beschädigen. Dieses Verhalten ist typischerweise mutwillig und ohne ein klares Ziel.
beispiel
Nach dem Fußballspiel randalierten einige betrunkene Fans in der Innenstadt.
Tipps
Wortfamilie
Das Verb „randalieren“ leitet sich vom Nomen „der Randal“ ab, was „Lärm, Krawall“ oder „Aufruhr“ bedeutet. Wer randaliert, macht also Randal.
BEISPIEL
Eine Gruppe Jugendlicher randalierte in der U-Bahn-Station.
Satzbau und Verwendung
„Randalieren“ ist ein intransitives Verb, es hat also kein Akkusativobjekt. Man fragt „Wer randaliert?“. Der Ort des Geschehens wird meist mit einer Präposition wie „in“ oder „auf“ angegeben.
BEISPIEL
Die Demonstranten randalierten auf dem Marktplatz.
Typische Subjekte
Das Verb wird oft mit Gruppen in Verbindung gebracht, die die öffentliche Ordnung stören. Typische Subjekte sind „Fans“, „Betrunkene“, „Demonstranten“ oder „Jugendliche“.
BEISPIEL
Nach der Niederlage ihrer Mannschaft randalierten einige Hooligans.
Vergleichen mit
near_synonym
randalieren vs hausen
„hausen“ und „randalieren“ können beide wildes Verhalten mit Lärm, Gewalt oder Schaden beschreiben. „randalieren“ ist genauer, wenn Menschen laut und gewalttätig auftreten, oft in einer Gruppe und oft im öffentlichen Raum. Dabei werden manchmal Dinge absichtlich beschädigt. „hausen“ ist breiter und beschreibt, dass jemand sich irgendwo rücksichtslos benimmt und einen Ort schlimm zurücklässt. Es muss nicht unbedingt um eine Gruppe oder öffentlichen Lärm gehen. „randalieren“ beschreibt also eher die laute Aktion, „hausen“ stärker den schlimmen Zustand, der danach bleibt.
randalieren
Nach dem Spiel randalierten einige Fans am Bahnhof und beschädigten Scheiben.
hausen
Er haust zu Hause so, dass das Wohnzimmer jeden Abend wie ein Schlachtfeld aussieht.