Eine allgemeingültige, rechtlich bindende Regelung, die von einer staatlichen Instanz erlassen wurde, wie zum Beispiel ein Gesetz, eine Verordnung oder eine Satzung.
beispiel
Laut der neuen Rechtsvorschrift ist das Parken auf diesem Platz nur noch für zwei Stunden erlaubt.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort setzt sich aus „Recht“ und „Vorschrift“ zusammen. Das „s“ in der Mitte ist ein Fugenelement, das die beiden Nomen verbindet. Eine Rechtsvorschrift ist also wörtlich eine Vorschrift, die auf dem Recht basiert.
BEISPIEL
Diese neue Regelung ist eine wichtige Rechtsvorschrift für den Umweltschutz.
Register und Stil
„Rechtsvorschrift“ ist ein formeller Begriff der Rechts- und Verwaltungssprache. Man findet ihn vor allem in Gesetzen, Verordnungen, Verträgen und anderen offiziellen Dokumenten.
BEISPIEL
Im Mietvertrag wird auf die geltenden Rechtsvorschriften verwiesen.
Typische Verbindungen
Häufige Verben, die im Zusammenhang mit „Rechtsvorschrift“ verwendet werden, sind „erlassen“ (to enact), „anwenden“ (to apply), „einhalten“ (to comply with) und „ändern“ (to amend).
BEISPIEL
Unternehmen müssen sich an die neuen europäischen Rechtsvorschriften halten.
Vergleichen mit
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Rechtsvorschrift vs Gesetz
„das Gesetz“ und „die Rechtsvorschrift“ können beide eine rechtlich bindende Regel meinen. „Gesetz“ ist dabei ein konkreter und sehr gebräuchlicher Begriff für eine Regel, die vom Staat beschlossen wurde. „Rechtsvorschrift“ ist allgemeiner und formeller: Dazu können auch Verordnungen oder Satzungen gehören, nicht nur Gesetze. Lernende können die Wörter verwechseln, weil jedes Gesetz eine Rechtsvorschrift sein kann. Aber nicht jede Rechtsvorschrift ist unbedingt ein Gesetz. Im Alltag klingt „Gesetz“ meist natürlicher, in Verwaltung und Recht ist „Rechtsvorschrift“ genauer.
Rechtsvorschrift
Bei der Prüfung kontrolliert die Behörde, ob die Firma alle Rechtsvorschriften einhält.
Gesetz
Dieses Gesetz gilt für alle Menschen, die in Deutschland arbeiten.