sich reichern
Sich selbst bereichern; seinen eigenen Reichtum vermehren, oft auf Kosten anderer oder auf unredliche Weise.
Man warf dem Manager vor, sich auf Kosten der Firma gereichert zu haben.

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Sich selbst bereichern; seinen eigenen Reichtum vermehren, oft auf Kosten anderer oder auf unredliche Weise.
Man warf dem Manager vor, sich auf Kosten der Firma gereichert zu haben.

Das Verb „reichern“ ist von dem Adjektiv „reich“ abgeleitet. Es beschreibt den Prozess, reich zu werden oder etwas reich zu machen.
Er träumte davon, sich schnell zu reichern.
In dieser Bedeutung wird das Verb fast immer reflexiv verwendet: „sich reichern“. Das Subjekt ist also gleichzeitig das Objekt der Handlung – die Person macht sich selbst reich.
Der Diktator hat sich jahrelang am Volk gereichert.
Oft wird angegeben, woran oder auf wessen Kosten die Bereicherung stattfindet. Dafür verwendet man die Präpositionen „an“ mit Dativ oder die Wendung „auf Kosten von“ mit Genitiv.
Er hat sich an den Bodenschätzen des Landes gereichert.
Das Verb „sich reichern“ hat eine stark negative Konnotation. Es impliziert, dass der Reichtum auf eine unfaire, unmoralische oder illegale Weise erlangt wurde.
Ihm wurde vorgeworfen, sich durch Korruption gereichert zu haben.
„profitieren“ und „sich reichern“ haben beide mit einem Vorteil oder Gewinn zu tun. „Profitieren“ ist aber viel allgemeiner und meist neutral: Man kann von Erfahrung, Hilfe, Wissen oder Geld profitieren. „Sich reichern“ meint viel enger, dass jemand seinen eigenen Reichtum vermehrt. Es klingt oft negativ, besonders wenn jemand auf Kosten anderer Geld gewinnt. Für normale Vorteile ist „profitieren“ das natürliche Wort. „Sich reichern“ passt nur, wenn es wirklich um Geld oder Reichtum geht und oft ein unfairer Beigeschmack dabei ist.

Einige Händler reichern sich an der Not der Menschen.
Die ganze Klasse profitiert von den zusätzlichen Übungen vor der Prüfung.