Die Eigenschaft oder der Zustand, religiös zu sein; die innere Haltung, das persönliche Empfinden und die Praxis des Glaubens einer Person. Es beschreibt die Art und Intensität des Glaubens, unabhängig von der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion.
beispiel
Die Studie untersucht die Entwicklung der Religiosität bei jungen Erwachsenen.
Tipps
Wortaufbau
Das Wort ist vom Adjektiv „religiös“ abgeleitet. Die Endung „-ität“ wird im Deutschen oft verwendet, um aus Adjektiven abstrakte, feminine Nomen zu bilden, die eine Eigenschaft oder einen Zustand beschreiben.
BEISPIEL
Flexibilität kommt vom Adjektiv flexibel.
Register: Formelle Sprache
„Religiosität“ ist ein eher formelles und abstraktes Wort. Man findet es häufig in wissenschaftlichen, soziologischen oder philosophischen Texten.
BEISPIEL
In seiner Forschung beschäftigt er sich mit der Religiosität im 21. Jahrhundert.
Typische Verbindungen
Häufige Adjektive, die mit „Religiosität“ verwendet werden, sind „tief“, „stark“, „gelebt“ oder „persönlich“. Verben sind oft „zeigen“, „ausdrücken“ oder „abnehmen/zunehmen“.
BEISPIEL
Viele Menschen drücken ihre persönliche Religiosität durch Rituale aus.
Vergleichen mit
confusable
Religiosität vs Religion
„die Religion“ und „die Religiosität“ haben beide mit Glauben zu tun, aber sie schauen auf verschiedene Dinge. „Religion“ meint den Glauben selbst oder ein bestimmtes Glaubenssystem, zum Beispiel mit Regeln und Ritualen. „Religiosität“ beschreibt, wie religiös eine Person ist, also ihre innere Haltung, ihr Gefühl und ihre Praxis des Glaubens. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide sehr ähnlich aussehen. Merke: „Religion“ fragt eher „Welche Art von Glauben?“, „Religiosität“ fragt eher „Wie stark oder wie persönlich lebt jemand seinen Glauben?“
Religiosität
Seine Religiosität zeigt sich darin, dass er jeden Tag betet.
Religion
Ich bin in keiner Religion fest verwurzelt, aber ich interessiere mich für Glaubensfragen.