schläfrig
Das Gefühl von Müdigkeit und das Bedürfnis zu schlafen habend; dösend.
Nach dem schweren Mittagessen wurde ich am Schreibtisch ganz schläfrig.

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Das Gefühl von Müdigkeit und das Bedürfnis zu schlafen habend; dösend.
Nach dem schweren Mittagessen wurde ich am Schreibtisch ganz schläfrig.

Das Adjektiv „schläfrig“ ist direkt vom Nomen „der Schlaf“ abgeleitet. Es beschreibt das Gefühl, das man hat, wenn man kurz vor dem Einschlafen ist.
Ein warmes Bad am Abend macht mich immer angenehm schläfrig.
„Schläfrig“ wird sehr häufig mit den Verben „sein“ und „werden“ verwendet, um den Zustand oder den Beginn des Zustands zu beschreiben. Eine weitere typische Konstruktion ist „jemanden schläfrig machen“.
Ich bin nach der langen Wanderung sehr schläfrig.
In der übertragenen Bedeutung wird „schläfrig“ fast ausschließlich für Orte verwendet. Typische Kombinationen sind „ein schläfriges Dorf“, „eine schläfrige Kleinstadt“ oder „ein schläfriges Nest“.
Er wuchs in einem schläfrigen Dorf auf, in dem jeder jeden kannte.
„müde“ und „schläfrig“ liegen sehr nah beieinander, weil beide mit dem Wunsch nach Schlaf zu tun haben. „müde“ ist das allgemeinere Wort: Man kann körperlich oder geistig erschöpft sein und Ruhe brauchen. „schläfrig“ klingt stärker nach dem direkten Gefühl, gleich einzuschlafen oder schon fast zu dösen. Man kann also müde sein, ohne sofort schläfrig zu sein, zum Beispiel nach langer Arbeit. Verwechseln kann man die Wörter leicht, aber als einfache Orientierung gilt: „müde“ ist allgemeiner, „schläfrig“ ist näher am Einschlafen.

Nach der langen Zugfahrt sitzen wir schläfrig im Hotelzimmer.
Am Montagmorgen war die ganze Familie noch müde.