der Schneid
Mut, Kühnheit oder Entschlossenheit, oft in einer herausfordernden oder riskanten Situation. Wird meist umgangssprachlich verwendet.
Er hatte nicht den Schneid, ihr die Wahrheit zu sagen.

Schneid
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Mut, Kühnheit oder Entschlossenheit, oft in einer herausfordernden oder riskanten Situation. Wird meist umgangssprachlich verwendet.
Er hatte nicht den Schneid, ihr die Wahrheit zu sagen.

Das Nomen „der Schneid“ ist mit dem Verb „schneiden“ verwandt. Es beschreibt bildlich die „Schärfe“ oder Entschlossenheit einer Person.
Mit viel Schneid präsentierte sie ihre unkonventionelle Idee vor dem Vorstand.
In der Bedeutung „Mut“ wird „Schneid“ fast immer mit dem Verb „haben“ verwendet, oft in der Konstruktion „den Schneid haben, etwas zu tun“. Häufig wird es auch verneint.
Sie hatte den Schneid, ihrem Chef zu widersprechen.
Das Wort „Schneid“ wird hauptsächlich in der Umgangssprache verwendet. Es klingt oft etwas bewundernd oder anerkennend.
Wow, du hast wirklich Schneid, das so offen anzusprechen!
Die Wendung „jemandem den Schneid abkaufen“ ist eine feste Redewendung. Die Person, die eingeschüchtert wird oder den Mut verliert, steht dabei immer im Dativ.
Der erfahrene Gegner versuchte, dem jungen Spieler den Schneid abzukaufen.
„der Mut“ und „der Schneid“ können beide bedeuten, dass jemand sich etwas Schwieriges traut. „Mut“ ist neutral und in fast allen Situationen passend. „Schneid“ ist umgangssprachlicher und klingt oft etwas kräftiger oder frecher. Man benutzt es besonders, wenn jemand entschlossen auftritt oder sich nicht einschüchtern lässt. Verwechseln kann man die Wörter, weil sie in manchen Sätzen ähnlich wirken. Sicherer ist aber meist „Mut“. „Schneid“ passt eher in lockere Sprache, auch in der Wendung „jemandem den Schneid abkaufen“, also jemandem den Mut nehmen.

Tom hatte den Schneid, dem Chef im Meeting offen zu widersprechen.
Für die Bewerbung im Ausland braucht Lena viel Mut.